Es gibt inzwischen unzählige USB-Sticks verschiedenster Preisklassen und im Zuge des diesbezüglichen Booms tauchen die exotischsten Labels auf, von denen man besser die Finger läßt. Es lohnt sich schon wegen des Supports, möglichst nur bei Produkten namhafter Hersteller zuzugreifen.
Nun ist der Stick nicht nur ein schnell einsetzbares Speichermedium, sondern kann auch als Ersatz für ein fehlendes Diskettenlaufwerk (bei Laptops normal) bzw. defektes CD-Rom Laufwerk beim Systemstart nicht nur im Notfall dienen, zudem lassen sich im Gegensatz zu einer CD, sogar -RW, die zusätzlichen Daten bequem aktualisieren.
Bezüglich der Bootfähigkeit sollte man auf Verpackungshinweise achten, aber nur wenige sind überhaupt derart gekennzeichnet, und beim Auspacken gibt es mitunter eine angenehme Überraschung, wenn es in der spartanischen Anleitung erwähnt ist und eine CD mit Software beiliegt. Eine mitgelieferte CD kann überhaupt schon ein Indiz für die Bootmöglichkeit sein. Grundsätzlich gilt: nicht gekennzeichnete Sticks mögen durchaus geeignet sein, solche als bootfähig angepriesene können versagen.
Aber selbst wenn man tatsächlich einen Stick erwischt hat, der bootfähig sein soll, weiß man noch nicht, ob und bei welchem PC er erkannt wird. Voraussetzung ist ja zunächst, daß das im Bios vorgesehen ist, was zwar bei Rechnern der letzten Jahre der Fall ist, aber keine Garantie auf Erfolg darstellt. Das Ami-Bios soll laut zahlreicher Tests besser ansprechen als das von Award. Des weiteren muss noch ausprobiert werden, ob der Stick in der Einstellung als USB-HDD oder USB-Zip erkannt wird.
Laptops sind inzwischen häufiger geeignet für einen erfolgreichen Bootvorgang, aber auch hier hat AMI die Nase vorn. Trotzdem: bei einem Laptop mit AMI-Bios wurde ein 100% bootfähiger Stick zwar als "USB-LS120" erkannt, aber der Bootvorgang selbst scheiterte. Ein wichtiger Aspekt ist die Größe der Boot-Partition, weil die Bios-Erkennung für USBStick-Laufwerke begrenzt ist. Es empfiehlt sich daher, Sticks über 500MB aufzuteilen und eine kleine Startpartition anzulegen. Das geht aber nur mit beiliegender Software des Herstellers.
Ich sehe im Moment drei passable Möglichkeiten, einen USB-Stick zum Booten einzurichten, ungeachtet der Ungewissheit, ob er dazu geeignet ist oder nicht:
1.) das
HP-USB Format Tool. Da von Hewlett-Packard anscheinend nicht mehr angeboten, hier ein Link:
http://www.wintotal.de/Software/index.php?id=3181
2.) Die
Linux/Knoppix-Methode: siehe die Links unten
3.) Acronis Produkte (z.B. True Image/Disk Director) bieten die Möglichkeit, ein bootfähiges Medium zu erstellen - dazu gehört auch der USB Stick.
Das ist eigentlich
der schnellste und unaufwendigste Weg, sofort herauszufinden, ob der Stick die Daten annimmt und an entsprechendem Bios bootet.
Methode 1 startet mit DOS, Methode 2 & 3 mit Linux - allen ist gemeinsam, daß man je nach Kapazität des Sticks zusätzliche Daten (Systemprüfungstools, Programme etc.) speichern kann.
Definitiv bootfähig sind die LAKS Memory Uhren (32MB-2GB/USB2.0 incl. Software):
https://www.laks.com/page.php?lang=d...ture&art_id=98
Die Firma
Trekstor weist auf ihrer Webseite mehrere Produkte als
bootfähig aus:
http://www.trekstor.de/de/products/d...usb.php?pid=13
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50 USB-Sticks im Vergleich bei CHIP: nur die wenigsten sind bootfähig!
http://archiv.chip.de/artikel/c1_arc...1=33105&tid2=0
Der Test ist von 2003 und natürlich hat sich seitdem einiges geändert, vor allem die Preise.
Das hier bietet überblickshalber eine schier endlose Auflistung von USB-Sticks auf 16 Seiten:
http://www.pixmania.com/de/de/792/xx...criteresn.html
Und ein paar Extras:
http://www.chip.de/artikel/c1_artike..._21897996.html
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Sehr gute und ausführliche Webseite zu diesem Thema mit Anleitungen (Link von BuckFix):
http://www.techwriter.de/thema/usb-mem0.htm
Knoppix von einem USB-Stick booten:
http://www.unixboard.de/vb3/showthread.php?t=5984
http://rz-obrian.rz.uni-karlsruhe.de/knoppix-usb/
Erfahrungs-Kompendium von Uwe Sieber zu USB Sticks (allgemein sehr nützlich!):
http://www.uwe-sieber.de/usbstick.html
Sehr guter Testbericht/Anleitung:
http://www.pc-experience.de/wbb2/thr...threadid=14913
und E-Mail für die Hosentasche (auf USB Stick):
http://archiv.chip.de/artikel/c1_arc..._17106444.html
Hier gibt es sogar schon eingerichtete 1GB Sticks mit Damn Small Linux zu kaufen:
http://www.damnsmalllinux.org/usb.html
Weitere Anleitung:
http://www.boodaa.de/index.php?optio...d=22&Itemid=31
Und eine recht einfache Anleitung für Linux/Grub:
Subject: Anleitung: GRUB-Installation auf USB-Stick
Autor: guenter.schlierf-at-t-.de
Datum: 20.8.2005
habe mittlerweile eine sehr einfache Methode gefunden, Grub auf einem usb-Stick zu installieren:
Die Vorbereitungen im BIOS sind wie oben beschrieben. M. Wissens ermöglichen alle neueren Bios-Versionen das Booten von USB-Devices.
Voraussetzung: ein auf einer Partition installiertes Linux mit Grub als Bootloader oder, etwas umständlicher, eine z. B. KANOTIX-life-CD mit Grub
1. installiertes Linux oder life-CD booten
2. usb-Stick mit vfat formatieren (z. B. mit qtparted), ergibt einen
Stick mit einer Partition (sda1)
3: Ordner "boot" von der installierten Linuxversion oder von der
life-CD auf den Stick kopieren.
4. auf dem Stick /boot/grub öffnen und "device.map" mit Editor, z. B.
Kwrite, wie folgt ändern:
(hd0) /dev/sda
(hd1) /dev/hda
(weil stick=sda im Bios die erste, also (hd0) und
IDE-Festplatte=hda zweite Platte, also (hd1) ist.
5. menu.lst wie folgt ändern, wenn das zu bootende Linux, z.B. Kanotix
oder Suse etc auf hda3 installiert ist:
root (hd1,2)
kernel /boot/vmlinuz root=/dev/hda3
initrd /boot/initrd.img (bei Suse ohne das.img)
6. In einer Konsole folgendes eingeben:
grub-install --root-directory=/mnt/sda1 /dev/sda
(installiert Grub in den MBR vom Stick)
7. Fertig - wenn alles gut gegangen ist - bei mir mittlerweile ohne Ausnahme auf 5 verschiedenen Sticks - bootet beim nächsten Start der von der gewünschten Partition (also im Beispiel hda3). Wenn man sich beim menu.lst vertippt hat, bleibt Grub beim Booten stehen und man kann nach Drücken von c die richtigen Einträge machen.Hat man mehrere Partitionen, kann man diese im menu.lst entsprechend eintragen und Grub zeigt die Auswahl der zu bootenden Distributionen an. GOOD LUCK!