Nintendo hängt mit Wii-Verkauf wiederholt Sony ab
Nintendo schwimmt mit seiner Spielekonsole Wii nach einer aktuellen Studie weiter auf einer Erfolgswelle. Nach Berechnungen der Marktforschung Enterbrain aus Tokio hat das in Kyoto ansässige Traditionshaus mit den Verkaufszahlen seiner Wii in Japan zum vierten Mal in Folge Marktführer Sony und dessen Playstation 3 überholt.
Die Wii wurde den Zahlen zufolge in Japan im Juni 270 974 Mal verkauft und überrundete die Playstation 3 (41 628 verkaufte Stück) damit um mehr als das Sechsfache.
Mit der Wii hatte Nintendo Ende vergangenen Jahres die mit Abstand günstigste Konsole auf den Markt gebracht. Damit scherte der Spielehersteller bewusst aus der High-Tech-Spirale aus, die die beiden anderen Konkurrenten Sony und Microsoft mit immer leistungsfähigerer und damit auch teurerer Technik angeheizt hatten. Stattdessen setzte das Unternehmen auf neue Spielkonzepte und Eingabetechniken. Der neuartige Controller lässt sich zum Beispiel bei einem Sportspiel wie ein Tennisschläger bewegen, und die Bewegung des Spielers werden über einen Sensor direkt in das Spiel übersetzt.
Sonys Playstation 3 ist dagegen ein kleines High-Tech-Paket, dessen Möglichkeiten aber bislang längst nicht alle Spieletitel ausnutzen können. Mit dem Hochleistungs-Chip Cell sowie einem neuartigen Blu-ray-Player für Filme in höchster Auflösung (HD) ausgestattet, sind die Komponenten des Geräts nach Schätzungen der amerikanischen Firma iSuppli weiterhin teurer als der Verkaufspreis.
Mit 17 616 verkauften Konsolen rangiert Microsoft den Erhebungen zufolge mit seiner Xbox 360 abgeschlagen an dritter Stelle. Für den Softwarekonzern ist Japan allerdings schon traditionell ein sehr schwieriger Markt. Auch das Spielesortiment für Microsofts Konsole ist weniger auf den Geschmack japanischer Spieler ausgerichtet als eher für junge Männer in den USA und Europa.
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