Wenige Tage nach dem Verkaufsstart der Playstation 3 in Japan sind erste Kinderkrankheiten der neuen Konsole bekannt geworden.
Wie der japanische Sony-Sprecher Satoshi Fukuoka zugegeben hat, laufen einige der rund 8.000 Playstation-Titel der beiden Vorgängermodellen PS und PS2 auf den neuen Geräten nicht. Um welche Spiele es sich dabei handelt und wie viele Titel von den Kompatibilitätsproblemen betroffen sind, wollte Fukuoka nicht sagen. Japanische Medien spekulieren aber damit, dass rund 200 Titel betroffen sein könnten. Die Probleme reichen dabei von einer fehlenden Sound-Ausgabe bis zur kompletten Annahmeverweigerung.
"Die komplette Abwärtskompatibilität ist weiterhin unser erklärtes Ziel", sagt Marlies Frey, Sprecherin von Sony Computer Entertainment. Vereinzelte Kompatibilitätsprobleme werde man bis zum europäischen Verkaufsstart über Firmware-Updates aus der Welt schaffen, ist Frey überzeugt. Die komplette Kompatibilität früherer Spiele führt Sony als wichtigen Vorteil gegenüber der Xbox 360 an, die allerdings ebenfalls damit begonnen hat, ältere Spiele auch auf der neuen Konsole zugänglich zu machen.
Keine neuen Erkenntnisse gibt es, was den angepeilten Europa-Start der Konsole im März 2007 betrifft. Ungeachtet der anhaltenden Probleme rund um Engpässe der Blue-Laser-Produktion soll das nach hinten verschobene Datum jetzt halten. Im Gegensatz zum limitierten Japan-Start mit rund 100.000 Geräten, was aufgrund der hohen Nachfrage zu tumultartigen Szenen in Geschäften führte, will man am ersten Tag des europäischen Launches rund eine Mio. Geräte bereitstellen können. "Zu einem Gutteil hängt das natürlich von den angesprochenen Lieferengpässen ab. Wir sind aber optimistisch, das Ziel erreichen zu können", so Frey.
Dem nach hinten verschobenen Verkaufsstart kann die Sony-Sprecherin durchaus auch positive Seiten abgewinnen: "Natürlich waren unsere Kunden und wir selbst anfangs ein bisschen enttäuscht. Andererseits profitieren europäische Anwender so von der bis dahin größeren Software-Palette. Eventuelle Kinderkrankheiten gehören zudem dann bereits der Vergangenheit an", meint Frey abschließend. (
pte)