Nach Bekanntgabe der offiziellen Verkaufstarts von Nintendos neuer Wii-Konsole vor rund zwei Wochen werden nun immer mehr Details bekannt. Als eines der bestgehütetsten Geheimnisse gilt aber weiterhin der speziell für die Konsole entwickelte Opera-Browser. "Das Surferlebnis wird vertraut und einzigartig zugleich sein. Die Anwender werden vom Endresultat begeistert sein", meint Opera-Sprecherin Berit Hanson. Als größte Innovation stellte sie die Art der Bedienbarkeit über den Konsolen-Controller in Aussicht.
Ungeachtet des nahen US-Verkaufsstart am 19. November dieses Jahres hält sich Nintendo bei der Funktionsfähigkeit des Browsers weiterhin bedeckt. Als gesichert gilt nur, dass die Anwendung auf Operas Desktopversion 9 aufbaut und für den Konsolengebrauch adaptiert wurde. Um eine ansprechende Optik der Webinhalte zu gewährleisten, bereitet der Browser verwendete Schriftarten und Zeichen für die TV-Darstellung auf. Darüber hinaus werden laut Opera auch Anti-Flimmertechnologien zum Einsatz kommen, die das norwegische Unternehmen bereits bei Set-top-TV-Boxen diverser Anbieter erprobt hat. Ebenfalls bestätigt ist, dass der Browser AJAX- und Flash-basierte Inhalte unterstützt und wie jeder andere Desktopbrowser zur Eingabe von Informationen benutzt werden kann. Wie die Bedienung über den Controller aussehen wird, bleibt vorerst freilich ein Geheimnis.
Mit der Nintendo-Kooperation ist Opera dem Ziel, seinen Browser auf sämtlichen Geräte-Plattformen zu positionieren, wieder ein Stück näher gekommen. Obwohl die Desktopversion die Browserkonkurrenz regelmäßig mit innovativen Technologiefeatures und Weiterentwicklungen übertrumpfen kann, bleibt die massentaugliche Verbreitung des Browsers momentan doch weit hinter Mozillas Firefox zurück. Anders offenbart sich die Lage bei mobilen Geräten, wo das Unternehmen mit den zwei kommerziell und technologisch erfolgreichen Applikationen Opera Mini und Opera Mobile wertvolle Marktanteile erobern konnte.
Die Integration des Browsers in Nintendos neuer Konsole ermöglicht den Norwegern nicht nur die Eroberung von TV-Geräten, sondern dürfte auch für den Bekanntheitsgrad der Desktop-Version nicht abträglich sein. "Der Desktop-Browser ist und bleibt die Basis für alles", unterstreicht Hanson. "Leute, die mit Opera auf Wii surfen, werden problemlos auf die Desktopvariante umsteigen können - davon erwarten wir uns natürlich positive Impulse", so die Sprecherin gegenüber pressetext. Nintendo hat bereits angekündigt, den Browser für alle Käufer bis zum Juni 2007 kostenlos zur Verfügung zu stellen. (
pte)