Dynamische Platten auf herkömmliche Platten sichern/kopieren
Hallo Leute, ich stehe vor dem Problem, eine dynamisch organisierte Festplatte zu sichern, um sie im Crashfall wieder herstellen zu können.
Es sind 2 SCSI-Festplatten vorhanden, die leider dynamisch gespiegelt wurden (Software-RAID 1).
Nach bisherigen Infos ist das nicht mehr (mit Daten) rückgängig zu machen. Selbst Tools wie Ghost versagen ihren Dienst, da die Partitionierung ja auf BS-Ebene organisiert ist.
Am liebsten würde ich das System und die Programmpartition irgendwie "wegkopieren" um dann die Dynamik aufzuheben und eine "normale" Basis- Festplatte anzulegen
Hat jemand eine Idee??
Kennt jemand ein verlässliches Prog.?
Das sind wichtige Firmendaten...
Häng ne 3. Platte in das SCSI System, mach eine ganz normale Partition darauf und kopier Deine Daten via kopieren /einfügen auf die andere Platte.
Ich würde aber deshalb die dynamische Partition nicht aufheben. Da sehe ich keinen Sinn darin.
Wie meinst Du das?
Ich hatte mit SCSI Raid 1 auf dyn. Platten keine Probleme, diese zu kopieren.
Vielleicht hatte ich bis jetzt auch nur Glück. Wenn Du andere Erfahrung damit hast, versuche ich das mal uzu verifizieren.
Nein nein, joe. Ich denke, Du hast mich missverstanden. Es gibt keine Probleme mit der Kopiererei o.ä.
Ich bezog mich z.B. auf den Nachteil von dyn. Platten, diese mit anderen progs z.B. nicht 'anfassen' zu koennen. Ohne Win ist eine dyn. Platte nicht ansprechbar. Deshalb sind wohl viele eher geneigt, Basisplatten zu verwenden.
1. Die Spiegelung aufteilen, somit sind dann 2 identische Platten vorhanden.
2. Dann eine davon in Basisfestplatte zurückverwandeln. Wenn das nicht geht, diese mit Ghost sichern, wobei Ghost diese dann auch auf eine andere Festplatte klonen kann und sie dabei automatisch wieder in eine Basisplatte zurückverwandelt. Geht allerdings erst ab Ghost 7.5.
3. Spiegelung wiederherstellen, wenn gewünscht, oder die mit Ghost geklonte Platte als neue Systemplatte verwenden.
Sorry erst mal, ich hab lang auf mich warten lassen.
Ich habe gemerkt, dass viele das Problem nicht richtig erkannten, oder nichts mit dynamischer Plattenverwaltung anfangen konnten. Definitiv i9st nach meiner Erfahrung eine Umwandlung ohne microsoft-fremder Tools nicht möglich. Desweiteren gibt es bislang "meines Wissens, bzw. lt. meiner Erfahrung" keine Ghost-Version, die die Umwandlung in Basisplatten unterstützt. Allein in der Programmbeschreibung von Ghost 8.0 ist dieser Hinweis zu finden.
Aber (und das ist die Neuigkeit): Ein Programm namens "Paragon Festplatten Manager" kann in der z.Zt. neuesten Version genau dies tun.
Mein Problem, war ja, dass ich mit Ghost keine Images einer dynamischen Platte machen konnte, und diese ohnehin entfernen wollte/sollte. (Ich habe einen Test mit Ghost (ich weiß nicht mehr welche Version) gemacht, bei der ich ohnehin nur die Option "ganze Platte sichern" hatte. Ich kopierte diese Platte, aber die Kopie war unbrauchbar!!!) Da hier aber mittlerweile ein nicht so einfach wiederherstellbares System mit empfindlichen Daten incl. DB vorliegt, wollte ich auf keinen Fall die Platte löschen. Zur Info, die dynamische PLattenverwaltung unter 2000 bringt immer dann Probleme, wenn man in einem heterogenen Netzwerk arbeitet, evtl. von verschiedenen Systemen (im schlimmsten Fall aus DOS heraus) darauf zugreifen möchte.
Doch nun zu der von mir erarbeiteten Lösung für die, die ähnliche Aufgaben haben (die i.Folgenden genannten Tools wurden im DOS-Modus mit aus dem Programm heraus erstellten Disketten erstellt):
1. Die Softwarespiegelung aufheben im Festplattenmanager des Systems.
2. Die Sicherungsplatte komplett löschen. Auch ihre Partitionen löschen!!!
3. Wichtig: Von den Partitionen der übriggebliebenen Platte die Volume-Label (Partitions-Namen (zb. System oder Daten) notieren. Hier auf Groß-Klein-Schreibung achten.
4. Mittels o.g. Tools auf der nun leeren Platte eine Partition ausreichender Größe erstellen um dort hin die komplette 1. Platte zu kopieren.
5. Nun mit dem Paragon Festplatten Manager die komplette 1. Platte kopieren.
(6.) Die Quellplatte entfernen, und mit der Zielplatte booten und testen, um sicher zu sein, dass die Kopie erfolgreich und fehlerfrei war. Evtl. fehlen Laufwerksbuchstaben der Partitionen und Laufwerke, so dass hier nachgearbeitet werden muss.
7. Wieder mit den Paragon-Disketten booten und die wieder angeschlossene (dynamische) Quellplatte löschen. Hier benötigt man nun zum Löschen der Partitionen auch die Partitionsnamen, und zwar "keysensitive"!
Die eigentliche Umwandlung ist nun beendet. Ich kann endlich wieder mit Ghost sichern und zurücksichern. Aufgabe erledigt.
Trotzdem bedanke ich mich für die reiche Beteiligung und wünsche allen ein stressfreies Arbeiten.