Die Yahoo-Suche wird "Powered by Bing". Denn ab dieser Woche stellt Yahoo in den USA und Kanada auf Microsofts Such-Infrastruktur um und wird in weiterer Folge eigene Tools abschalten. Damit beginnt für die vor etwas mehr als einem Jahr besiegelte Search Alliance der beiden Konzerne die praktische Umsetzung. Diese erfolgt 2010 aber nur in Nordamerika. In Europa soll es nächstes Jahr so weit sein, so Yahoo Deutschland.

Die Umstellung von Yahoo auf die Bing-Infrastruktur wird sich vor allem für Entwickler bemerkbar machen. So wird mit 1. Oktober das Tool SearchMonkey eingestellt, mit dem Entwickler die Darstellung von Yahoo-Ergebnissen speziell für ihre Webseiten optimieren können. Das Angebot "Build your Own Search Service" wiederum wird kostenpflichtig. Klarerweise werden auch einige Programmierschnittstellen zum Umgang mit der Yahoo-Suchtechnologie eingestellt.

Für User dagegen ändert sich wenig. Yahoo wird auf seinen Seiten die Suchresultate wie bisher aufbereiten, um Anwendern weiterhin das gewohnte Nutzererlebnis zu bieten. Das umfasst beispielsweise Suchvorschläge, Verweise auf verwandte Themen und Webseiten-Filter. Bemerkbar machen wird sich die Umstellung primär durch eine "Powered by Bing"-Anzeige am unteren Rand der Ergebnisseiten. Eben an diesem optischen Hinweis werden nordamerikanische User in den nächsten Tagen erkennen, dass sie nun Bing-Ergebnisse geliefert bekommen.