Der Spielehersteller Ubisoft hat mit der "Online Services Platform" ein neues DRM-System eingeführt, das eine permanente Online-Verbindung erfordert. Dieser Kopierschutz kommt bei der PC-Version von "Assassin's Creed 2" zum Einsatz und ist dort mit einem Super-GAU gestartet. Denn am ersten Wochenende nach Veröffentlichung des PC-Spiels kam es zu massiven Störungen der Authentifizierungs-Server und entsprechenden Beschwerden von Gamern, die ihren Spielspaß getrübt sahen.
Ubisoft zufolge lag die Störung an einem Angriff auf die DRM-Server und auch der Titel "Silent Hunter 5" war davon betroffen. Der Vorfall werde noch genauer untersucht, weshalb das Unternehmen ihn noch nicht genauer kommentieren könne, so Eugen Knippel, Marketingleiter bei Ubisoft.
"Dank" für unmöglichen Spieleinstieg
Bei den Kunden sind jedenfalls die Emotionen hochgegangen. "Ich will euch für das exzellente DRM bei Assassin's Creed 2 danken", so etwa ein zynischer Nutzer in Ubisofts Forum. Generell kam es am Sonntag zu massiven Beschwerden von Gamern, die kaum oder gar nicht in Assassin's Creed 2 einsteigen konnten. Einige User gaben auch an, sie seien aufgrund von verlorenen Bedingungen aus dem laufenden Spiel geworfen worden.
Hintergrund der Probleme ist, dass der Kopierschutz eine Online-Verbindung zu Ubisofts DRM-Servern erfordert. Diese waren am Sonntag offenbar überlastet, wofür Ubisoft aber eine externe Attacke verantwortlich macht. Via Twitter hat das Unternehmen verlautbart, dass lediglich fünf Prozent der User Probleme gehabt hätten und Denial-of-Sevice-Fehler erlebt hätten. Jedenfalls aber haben verärgerte Nutzer als Reaktion auf die Probleme zum Boykott von Spielen mit dem DRM-System aufgerufen.







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