Sicherheitsspezialist G DATA warnt PC-Spieler vor dem unkritischen Herunterladen von Cheats, Patches, Wallhacks und anderen Dateien, die das Spielerleben erleichtern können. In einer aktuellen Untersuchung haben die Sicherheitsexperten festgestellt, dass über ein Drittel der Files mit Malware verseucht ist. "Die Game-Community gerät nach unseren Erkenntnissen immer stärker in den Fokus von Cyberkriminellen. Fast die Hälfte der analysierten exe-Dateien und mehr als ein Drittel der gepackten zip- oder rar-Archive enthielten statt der gewünschten Patches gefährliche Schadprogramme", sagt Ralf Benzmüller, Leiter G DATA Security Labs.
In der Untersuchung haben die Experten im Vorfeld der Games Convention über 1.000 Dateien unter die Lupe genommen, die über P2P-Netzwerke verteilt werden und zu den aktuellen Top-20-Spielen passen. "Cyberkriminelle haben bei Gamern meist ein leichtes Spiel. Ideale Einfalltore für Schadcodes sind ungesicherte Ports der Game-PCs, da die Mehrzahl der aktiven Online-Spieler sowohl Firewall als auch Antivirensoftware für den reibungslosen Spielablauf deaktivieren", so Benzmüller. "Hierdurch riskieren sie in kürzester Zeit Teil einer anderen, großen Community zu werden - der Cybercrime-Industrie."
Ähnlich dem Handel mit gestohlenen Kreditkarteninformationen hat sich bereits ein Schwarzmarkt für Spieler-Login-Daten entwickelt. Dieser ist noch dazu bedeutend einträglicher. Während man mit Daten einer Kreditkarte rund fünf Dollar verdienen kann, können mit Login-Daten eines guten Spielers zehn Dollar lukriert werden. "Zudem ist im Spielerprofil bei Online-Games zumeist auch die Kreditkartennummer hinterlegt", merkt Benzmüller an. (pte)







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