Der Software-Konzern Microsoft führt mit FlexGo in dieser Woche ein neues PC-Bezahlmodell für Entwicklungsländer ein. Danach bezahlt der Nutzer zuerst nur etwa die Hälfte des Preises eines neuen Computers. Für die Erstellung einer Word-Datei wird dann beispielsweise ein Preis von ca. 75 Cent fällig. Nach einigen hundert kostenpflichtigen Stunden gehört der PC dann dem Nutzer. "Das wirkliche Ziel bei FlexGo ist, den Traum vom eigenen, voll funktionsfähigen PC zu erfüllen", sagte Mike Wickstrand, Director für Product Management bei der Market Expansion Group bei Microsoft, heute in Redmond, Washington.
Die Preise für die Erstellung einer Nutzerdatei sollen dabei je nach Ausstattung des Computers mit Software und Hardware und der Höhe der Raten variieren. In Brasilien wurde FlexGo bereits getestet und soll nun auf Russland, Indien, China und Mexiko ausgeweitet werden.
Mit dem Verkauf seiner funktionsreduzierten Billig-Betriebssystemversion "Windows XP Starter Edition" ist Microsoft dagegen bisher nur mäßig erfolgreich: Bis Juli letzten Jahres wurden weltweit nur 100.000 Kopien abgesetzt. Während sich die Starter Edition an neue Nutzer richtet, will man mit FlexGo potentielle Käuferschichten erreichen, die am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Internet Café bereits Anwendererfahrungen gesammelt haben, sich aber bisher kein eigenes Gerät leisten konnten. Für die Länder Vietnam, Ungarn, Slowenien, Indien und Brasilien ist eine zusätzliche FlexGo-Preisvariante geplant, bei der der Computer nur bei Zahlung einer festen Monatsrate genutzt werden kann. Zahlt der Kunde nicht, ist der PC gesperrt.







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