Die Microsoft Corporation hat heute bestätigt, dass das Unternehmen diverse Zugeständnisse gemacht hat. Es wird den von der Europäischen Kommission formulierten Auflagen bezüglich der Einhaltung der Interoperabilität nachkommen, die in der Kommissionsentscheidung vom 24. März 2004 festgesetzt wurden. Zu den Konzessionen, die Microsoft der Kommission letzte Woche vorgestellt hatte, gehört auch die weltweite Umsetzung der Auflagen zur Interoperabilität. Darüber hinaus stimmte das Unternehmen einer Neustrukturierung seiner Lizenzgebühren für Windows-Protokolle zu, sollten diese in Software genutzt werden, die nicht von Microsoft entwickelt wurde. Dazu gehören die Erweiterung des Angebotes und eine verbesserte Anpassung an kundenspezifische Anforderungen. <P>"Um einige komplexe Sachverhalte zu klären, haben wir in den letzten Wochen mehrere weitreichende Konzessionen gemacht," sagte Steve Ballmer CEO Microsoft Corporation. "Wir nehmen unsere Verantwortung in Europa sehr ernst und werden uns weiterhin darauf konzentrieren, unseren Verpflichtungen bestmöglich nachzukommen." <P>Wie die Europäische Kommission mitteilte, werden die beschlossenen Maßnahmen und das überarbeitete Lizenzprogramm nun Markttests unterzogen. <P>"Wir haben weitreichende Änderungen vorgenommen, um die Auflagen der Kommission zu erfüllen," erklärt Brad Smith General Counsel bei Microsoft. "Die Schritte, die wir rund um das Thema Interoperabilität ergreifen, werden dabei nicht nur in Europa, sondern weltweit Anwendung finden." <P>Microsoft ermöglicht Entwicklern nun neue Methoden zur Verbreitung von Software-Code, der die Technologie des Unternehmens in Verbindung mit Open-Source-Code implementiert. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Microsoft Technologie einer separaten Lizenzgebung unterliegt. "Wir haben nach Möglichkeiten gesucht, wie Entwickler sowohl unsere Technologie als auch Open-Source-Software nutzen können und wir dabei unser geistiges Eigentum schützen. Mit dem von uns unterbreiteten Vorschlag können wir dieses Ziel umsetzen", sagt Smith. "Bisher haben wir mit der Kommission noch keine Einigung darüber erzielt, ob wir Entwicklern von Open-Source-Software auch den Quellcode offen legen müssen, auf dem unsere Technologie basiert. Mit der Lösung dieser Frage werden sich die Gerichte beschäftigen." <P>Ein von der Kommission eingesetzter Treuhänder wird die Angemessenheit der von Microsoft erarbeiteten Lizenzgebühren prüfen. Das Unternehmen hat sich dazu bereit erklärt, die Gebühren in einer Höhe festzusetzen, die es anderen Entwicklern ermöglicht, sie kommerziell zu nutzen. Ferner sollen die Gebühren für die Lizenzen nicht die Marktmacht reflektieren, die durch die breite Nutzung von Windows vorliegt. Darüber hinaus werden die Gebühren mit standardisierten Bewertungsmethoden beurteilt. Dazu gehört beispielsweise die Bewertung, ob die Protokolle innovativ sind sowie die Überprüfung der Marktkurse vergleichbarer Technologien. </P>




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