Erstmals äußerte sich ein Microsoft-Manager öffentlich anerkennend gegenüber der Linux-Community und forderte diese zum Konkurrenzkampf heraus. Die wachsende Popularität von Open Source sei gut für den Wettbewerb und damit für die gesamte Software-Industrie, sagte Bradley Tipp, National System Engineer bei MIcrosoft, gestern während einer Podiumsdiskussion auf der Fachmesse Linux User &amp; Developer Expo in London laut einem Bericht von 'ZDNet UK'. "Ich mag es, dass Microsoft am besten und innovativsten ist, es es Konkurrenz gibt, also her damit", so Tipp. <BR><BR>Die anwesenden Vertreter verschiedener Unternehmen, die Linux massiv unterstützen, zeichneten jedoch ein Zukunftsszenario, dass Microsoft kaum gefallen dürfte. So zeigt sich Matt Asay, Chef der Linux-Abteilung bei Novell, zuversichtlich, dass sich Linux in Kürze auf dem Desktop ebenso verbreiten wird, wie es in den letzten vier Jahren bei Servern der Fall war. "Heute gibt es noch keinen echten Wettbewerb auf dem Desktop, in ein bis zwei Jahren wird sich jedoch ein wilder Konkurrenzkampf entwickeln", so Asay. Der Prognose stimmte auch Robin Wilton zu, der als Program Manager für Suns Java Desktop System verantwortlich ist. <BR><BR>Bis zum Durchbruch von Linux auf Desktop-Rechnern müssen jedoch noch einige Hürden überwunden werden. Windows ist beispielsweise auf nahezu jedem Notebook vorinstalliert, einen portablen Rechner ohne Betriebssystem oder gar mit Linux zu bekommen sei kaum möglich, beklagte sich ein Zuschauer. Zumindest auf Hewlett Packard soll dieser Vorwurf in Kürze nicht mehr zutreffen. Jeremy Allison, Leiter von HPs Samba-Team, kündigte an, dass der Konzern die Einführung von Notebooks mit vorinstalliertem Linux bereits fest eingeplant hat. Man könne sich außerdem darauf einstellen, dass HP bald noch mehr zu diesem Thema verlautbaren wird, so Allison.&nbsp;(<A href="http://de.internet.com" target=_blank>de.internet.com</A>)