Steve Ballmer, Chef des Software-Konzerns Microsoft, hat sich schadenfroh über Probleme beim Linux-Projekt München geäußert. "Sie sagen es ist teurer", sagte Ballmer laut einem Bericht der kanadischen Tageszeitung 'Toronto Star' (Samstagsausgabe) am Rande eines politischen Kongresses in Toronto. "Plötzlich ist es nun teurer, eine Linux-Lösung statt einer Windows-Lösung zu benutzen", so Ballmer. Regierungen, die sich von Microsoft-Produkten abwenden, würden damit einen politischen Zweck verfolgen, und nicht wirklich die beste und günstige Software suchen, kommentierte der Konzernchef. Leute, die politische Entscheidungen statt geschäftliche Entscheidungen träfen, würden Einbußen hinnehmen müssen. Hintergrund für Ballmers Argumentation waren <A href="http://de.internet.com/index.php?id=2025669" target=_blank><U>Presseberichte</U></A> gewesen, nach denen die geplante Umstellung von rund 14.000 Rechnern der Münchner Stadtverwaltung auf Open-Source-Software den IT-Verantwortlichen zunehmend Probleme bereiteten. Neben Schwierigkeiten aufgrund der chronisch leeren Stadtkasse träten Widerstände in den eigenen Reihen sowie größere technische Tücken auf, als vorher gesehen.