Der Online-Dienst AOL hat mit Tests an dem neuen E-Mail-Standard "Sender Permitted From" (SPF) begonnen. Die Technologie soll zukünftig zu einer deutlichen Reduzierung von Spam führen. Dies berichtete unsere Schwesterredaktion 'Internet Advertising Report' gestern. Die Software wurde auf der in dieser Woche stattfindenden Anti Spam Conference des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston erstmals von Eric Raymond, dem Vorsitzenden der Open Source-Initiative (OSI), vorgestellt.
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SPF basiert auf offenen Standards und erweitert das für den E-Mail-Versand verantwortliche Simple Mail Transfer Protocol (SMTP). Der Spam-Schutz erfolgt dabei über eine globale Datenbank, in denen Absender-Domains mit ihren zugehörigen IP-Nummern gespeichert sind. E-Mail-Clients können alle Nachrichten löschen oder aussortieren, die zwar über eine "@aol.com"-Adresse verfügen, jedoch nicht aus dem IP-Bereich AOLs stammen. Spammern wird es dadurch deutlich erschwert, ihre Werbebotschaften mit gefälschten Absenderangaben zu verschicken.

Bisher arbeiteten Spam-Filter meist auf Basis von Stichwort-Filtern, diese benötigten jedoch eine relative hohe Systemperformance und arbeiteten oft unzuverlässig: Die Trefferquote geht beständig zurück, da viele Spammer typische Begriffe wie "Penis", "Enlargement" oder "Viagra" durch geringfügige Änderungen in der Schreibweise oder die Verwendung von Bildern unkenntlich machten. Dafür werden oft für den Empfänger wichtige Nachrichten zu Unrecht ausgefiltert.

In der SPF-Datenbank sollen bereits über 4.000 E-Mail-Anbieter registriert sein, darunter auch mehrere große Provider wie AOL. Der weltweit größte Online-Dienst will das System in den kommenden Monaten immer stärker in den eigenen E-Mail-Dienst einbinden.*(<a href=http://www.de.internet.com/index.html?id=2025944 target=_blank>de.internet.com</a>)