Auf dem Markt für Speicherchips geht es weltweit wieder aufwärts, nachdem hier zwei Jahre lang Rückgänge und Verluste verzeichnet werden mussten. Nach Analysen der Marktforschungsgruppe Gartner wird der DRAM-Markt im 3. Quartal global einen Umsatz von 5,1 Mrd. Dollar erreichen und damit um fast 38 Prozent über dem Level des Vorjahres liegen. Für das Gesamtjahr rechnet Gartner mit einem Umsatz von rund 19 Mrd. Dollar, einem Plus von 22 Prozent gegenüber 2002.
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Was eine gute Nachricht für die lange nicht vom Erfolg verwöhnten Anbieter darstellt, dürfte allerdings den Preisdruck auf PC-Hersteller und andere DRAM-User wieder erhöhen. Gartner warnt allerdings davor, den Aufschwung auf dem DRAM-Markt als nachhaltig und unumkehrbar anzusehen. "Die Erholung ist vor allem auf ein geringeres Angebot an Speicherchips, nicht aber auf eine gestiegene Nachfrage zurückzuführen", sagte Gartner-Analyst Andrew Norwood. "An diesem Punkt waren wir bereits und falls die DRAM-Hersteller wieder die Produktion erhöhen, werden die Preise wieder in den Keller rasseln."

Die DRAM-Preise haben sich auf den Märkten bereits im 2. Quartal stabilisiert und weiter verbessert. Für das 3. Quartal rechnen die Marktforscher mit einem Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise um 20,5 Prozent auf 5,55 Dollar für ein 256 Mb-Äquivalent. Trotz der optimistischen Analyse warnt Gartner jedoch vor einer Euphorie: Der DRAM-Markt bleibe der Bereich in der Halbleiterindustrie mit der größten Volatilität. "Der erwartete Gleichklang zwischen Angebot und Nachfrage kann leicht in Richtung Überangebot ausschlagen, falls sich die PC-Nachfrage nicht so stark wie erwartet entwickelt", erklärte Norwood.*(<a href=http://www.pressetext.de target=_blank>pte</a>)