Microsoft muss die Auflagen, die ihm zur Beilegung des Anti-Kartellprozesses vor zwei Jahren gemacht worden sind, besser erfüllen. Das ist der Tenor eines Berichtes, der dem zuständigen Gericht unter der "langjährigen Microsoftrichterin" Colleen Kollar-Kotelly vorgelegt worden ist. Demnach sind die Lizenzen zu teuer, die andere Softwareunternehmen vor allem für die MS-Kommunikationsprotokolle bezahlen müssen.
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Die Protokolle ermöglichen es, dass mit MS-Produkten konkurrierende Middleware wie Browser oder Mediaplayer ähnlich reibungslos auf Microsoft-Servern laufen wie die eigenen Produkte des Redmonder Softwareriesen. Deshalb sollte Microsoft, so die ursprüngliche Einigung im Kartellverfahren, die Protokolle an Konkurrenten lizenzieren. Der Bericht, der von Kollar-Kotelly bestellt worden war, kommt nun zu dem Schluss, dass Microsoft die Netzwerkprotokolle nicht zu "vernünftigen und nicht-diskriminierenden Bedingungen" lizensiert habe. Nachbesserungen seien notwendig.

Ausgangspunkt des in Auftrag gegebenen Berichts war die Tatsache, dass dem Justizministerium insgesamt 18 substanzielle Beschwerden über die Art vorlagen, wie Microsoft den Auflagen aus der 2001er-Einigung nachkommt. In dem Bericht unter Federführung des Justizministeriums sind auch die Stellungnamen von Microsoft, der neun Bundesstaaten, die sich 2001 der Einigung angeschlossen haben, sowie der neun Staaten, die diese Einigung haben, enthalten.*(<a href=http://www.pressetext.de target=_blank>pte</a>)