Der Chiphersteller Intel wird das neue Jahr mit der Einführung seines neuen Notebook-Prozessors Yonah eröffnen. Die CPU verfügt über zwei Rechenkerne und soll bis zu 68 Prozent mehr Leistung bereitstellen als die bisherigen Pentium M. Das sagte Keith Kresslin, Director für Mobile Platforms Marketing bei Intel, gegenüber dem US-Branchendienst 'CNet' (gestriger Bericht). Erste Notebooks und kleine Desktop-Rechner werden zur Markteinführung bereitstehen, hieß es.
Prozessor, Chipsatz und WLAN-Modul sollen dabei noch stromsparender arbeiten als die bisher eingesetzte Centrino-Plattform. Kresslin sprach von rund 3 Watt Leistungsaufnahme, die aktuelle Plattform benötigt noch 4,2 Watt. Der Energiebedarf konnte dabei vor allem durch das neue Chipdesign gesenkt werden.
Von der Einführung der Yonah-CPUs verspricht sich Intel eine neue Belebung des Geschäfts. Im Jahr 2004 verzeichnete der Konzern mehrfach Probleme bei der Produktion neuer Produkte und musste einzelne Produktlinien verschieben. Die Schwierigkeiten konnten inzwischen zwar weitgehend überwunden werden, trotzdem wurden weiter Marktanteile an den Konkurrenten AMD verloren.
Im ersten Quartal werden außerdem erstmals Unterhaltungselektronik und PCs auf Basis der Multimedia-Plattform Viiv im Handel verfügbar sein. Hiermit will Intel einen Knotenpunkt für die Vernetzung digitaler Geräte im Haushalt bieten. Auf der Fachmesse Computer Electronics Show, die jeweils zu Jahresbeginn in Las Vegas stattfindet, werden erste Viiv-PCs zu sehen sein, kündigte Kresslin an. Einige Wochen später wird der Verkaufsstart in neun Ländern erfolgen.
Das Viiv-Zertifikat soll dem Nutzer zusichern, dass Geräte wie portable Media Player, digitale Videorecorder oder Fernseher zu einem Media Center-PC kompatibel sind. Die Intel-Technologie sorgt nach Angaben des Herstellers auch dafür, dass Inhalte in Formate für die Endgeräte konvertiert werden, auf denen sie genutzt werden sollen.
Noch in der ersten Jahreshälfte will Intel außerdem mit Presler, einen weiteren Dual Core-Prozessor für Notebooks nachlegen. Im zweiten Halbjahr seien zusätzlich Updates bei den Produktlinien für PCs und Server zu erwarten, erklärte der Manager.