Ein Käufer der neuen Spielekonsole Xbox 360 hat den Hersteller Microsoft wegen Mängeln an dem Produkt verklagt. Man habe mit großer Eile einen möglichst frühen Verkaufsstart angestrebt, um sich Marktanteile zu sichern, dabei jedoch ein unausgereiftes Gerät in den Handel gebracht, heißt es in der gestern vom Bundesgericht des Staates Illinois in Springfield veröffentlichten Klageschrift. Fehler in der Hardware-Architektur sollen dazu führen, dass die Konsole überhitzt und abstürzt.
Der Kläger Robert Byers verlangt Schadensersatz in bisher nicht genannter Höhe sowie die Übernahme der Prozesskosten durch Microsoft. Der Hersteller soll außerdem für gleichwertigen Ersatz sorgen. Das Verfahren wird voraussichtlich als Sammelklage geführt. Sollte das Gericht bestätigen, dass Probleme in der Architektur der Konsole begründet sind, müsste Microsoft die Geräte vieler Nutzer ersetzen oder den Kaufpreis erstatten.
Nach offiziellen Angaben sollen maximal 3 bis 5 Prozent aller Käufer Probleme mit dem System haben. Umfragen auf Gaming-Plattformen ergeben jedoch bis zu 15 Prozent Fehlerquote. Bereits zum Verkaufsstart hatten Nutzer verschiedene Kinderkrankheiten beklagt. Neben Abstürzen bei verschiedenen Spielen sollen DVD-Formate nicht korrekt erkannt worden sein