Schon seit Jahren läuft eine Klage gegen Microsoft, die die Einbettung von Java-Applets und Plug-ins im Internet Explorer betrifft. Nun lenkt das größte Software-Unternehmen der Welt ein und modifiziert seinen Webbrowser.
Bestimmte interaktive Elemente von Webseiten werden dann vom Internet Explorer nur noch eingeschränkt ausgeführt, bis der Anwender die Bedienschnittstelle dafür freischaltet. So werden etwa Musikdateien zwar immer noch automatisch abgespielt, Spulen wäre aber erst nach Aktivierung der Schnittstelle möglich.
Hintergrund ist ein Patentstreit mit der Firma Eolas (
www.eolas.com) und der University of California (
www.universityofcalifornia.edu), die Lizenzgebühren für Verfahren fordern, die in spezieller Form Flash-, PDF-, RealAudio-, RealVideo- und anderen Dateien in das Webangebot integrieren.
Im Jahr 2003 wurde Microsoft (
www.microsoft.de) bereits zu einer Strafe von 500 Millionen US-Dollar verurteilt, die später auf 565 Millionen erhöht wurde. Mit der Maßnahme soll nun verhindert werden, dass in einem neu anstehenden Prozess weitere Zahlungen auf das Unternehmen zukommen. Sechs Monate soll es dauern, bis ein Großteil der Anwender dank Updates den neuen Internet Explorer einsetzen. Grundsätzlich zweifelt Microsoft das Patent aber immer noch an und versucht dagegen vorzugehen.