Die Beta 2 des High-Performance-Computing-Betriebssystems Microsoft Windows Compute Cluster Server 2003 ist ab sofort verfügbar. Dies gab Bill Gates, Chief Software Architect bei Microsoft, im Rahmen seiner Keynote auf der diesjährigen Supercomputing-Konferenz in Seattle bekannt. Zudem sprach Gates über Möglichkeiten, wie die Softwareindustrie Wissenschaft und Forschung unterstützen kann. Er forderte dabei eine engere Zusammenarbeit von Industrie, Wissenschaft und Regierungen, um den Einsatz von High-Performance-Computing zu vereinfachen und noch produktiver zu gestalten. Microsoft wird außerdem weltweit zehn High-Performance-Computing-Forschungsinstitute finanziell unterstützen.
Microsoft arbeitet bereits mit der Computerindustrie zusammen, um Software zu entwickeln, die auf die Ansprüche der Wissenschaftler und Ingenieure zugeschnitten ist. Mit der Beta 2 Version von Windows Compute Cluster Server 2003 bietet Microsoft schon heute ein High-Performance-Computing-Betriebssystem, das die Lösungsfindung beschleunigt. In der ersten Jahreshälfte 2006 soll die finale Version auf den Markt kommen.
Gates betonte in seiner Keynote, dass der Einsatz von High-Performance-Computing in der Wissenschaft sehr wichtig ist und die Entwicklung von Innovationen beschleunigen wird. Die Forschung kann bereits große Datenmengen erfassen und sie mit computergestützten Modellen und Verfahren auswerten. Dies schafft enormes Potenzial, stellt aber noch erhebliche Herausforderungen für die Verwaltung, Analyse und Darstellung der Informationen. Um diesen zu begegnen, forderte Gates die Softwareindustrie auf, in Zusammenarbeit mit der Forschung neue Software, Tools und Standards zu entwickeln, mit der die heutigen Grenzen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit überschritten werden.
Zusammenarbeit mit Industriepartnern
Um das Betriebssystem problemlos in bestehende Infrastrukturen und Applikationen integrieren zu können, arbeitet Microsoft eng mit anderen Software-, Anwendungs- und Hardwareherstellern zusammen. Darüber hinaus kooperiert Microsoft mit verschiedenen Wissenschaftsunternehmen, um Applikationen für das Betriebssystem zu entwickeln und anzubieten.
Investitionen in Forschungsinstitute
Microsoft wird in den nächsten Jahren zehn High-Performance-Computing-Forschungsinstitute finanziell unterstützen. Die Investitionen in die verschiedenen Projekte helfen Microsoft dabei, bestehende Probleme beim High-Performance-Computing besser zu analysieren und somit Produkte entsprechend den Anforderungen zu entwickeln. In Deutschland unterstützt Microsoft die High-Performance-Computing-Forschungsabteilung der Universität Stuttgart.