Der deutsche Mobilfunkkonzern E-Plus
http://www.eplus.de , Tochter des niederländischen Telekomriesen KPN
http://www.kpn.com , hat im abgelaufenen dritten Quartal einen kräftigen Kundenzuwachs verzeichnet. E-Plus konnte, getrieben von seinen Billigangeboten wie Simyo oder der Mobilfunk-Flatrate Base, die Marke von zehn Mio. Kunden durchbrechen und hielt zum Stichtag 30. September bei gut 10,1 Mio. Usern. In den vergangenen drei Monaten kletterte die Kundenzahl damit um 327.000.
"Wir sind mit dem Erfolg dieser Initiativen zufrieden", sagte E-Plus-Sprecher Markus Gehmeyr im Gespräch mit pressetext. Neben Simyo und Base hatte E-Plus mit Ay Yildiz im Oktober eine Mobilfunkmarke für Türken in Deutschland gelauncht. Beim Umsatz konnte E-Plus mit seiner Markenstrategie punkten. Hier legte das Unternehmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 717 Mio. Euro zu. Das EBITDA ging allerdings von 178 auf 169 Mio. Euro zurück. Aufgrund der neuen Billigangebote musste E-Plus auch einen Rückgang beim durchschnittlichen Umsatz pro Kunden (ARPU) hinnehmen und zwar von 21 auf 20 Euro.
Konzernmutter KPN verzeichnete im abgelaufenen dritten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn leichte Rückgänge. Dank weiterer Einbußen im Festnetzgeschäft, die durch den Zuwachs im Mobilfunkbereich nicht ausgeglichen werden konnten, ging der Konzernumsatz leicht auf 2,93 Mrd. Euro (Q3 2004: 2,957 Mrd. Euro) zurück. Auf das Ergebnis drückten zudem höhere Abschreibungen und Steuern. Beim EBITDA musste KPN einen Rückgang von 1,21 auf 1,15 Mrd. Euro hinnehmen.
"Das Ergebnis liegt im Rahmen oder sogar über unseren Erwartungen", sagte KPN-Chef Ad Scheepbouwer. Im Hinblick auf das Gesamtjahresergebnis bleibe KPN zuversichtlich, so Scheepbouwer. Der Konzern hob seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr leicht an und rechnet nun mit einem Rückgang beim EBITDA von weniger als fünf Prozent. Zu den Prognosen für das laufende Quartal wollte sich Gehmeyr nicht äußern. (
pte)