Die beiden Webgiganten Microsoft
http://www.microsoft.com und Yahoo
http://www.yahoo.com wollen künftig ihre Kommunikationsdienste miteinander verbinden. Erstmals soll es den Usern unterschiedlicher Instant Messaging-Plattformen möglich sein, direkt miteinander in Kontakt zu treten. Die bevorstehende Allianz bedeutet einen Durchbruch in dem angeschlagenen Markt des Instant Messaging, da bisher nur eine Kommunikation mit Nutzern der jeweils gleichen Plattform möglich war. Für den Marktführer AOL
http://www.aol.com könnte das Bündnis zwischen Microsoft und Yahoo zu einer ernsthaften Herausforderung werden, berichtet das Wall Street Journal.
Derzeit hält AOL bei einem weltweiten Marktanteil von 56 Prozent. Wenn Microsoft und Yahoo ihre Services zusammenlegen, können sie auf einen Anteil von 44 Prozent kommen und damit eine große Herausforderung für den derzeitigen Leader darstellen. Zudem könnte die Kooperation die Kommunikationsindustrie, in der freie Services wie die Internettelefonie traditionelle Telefongesellschaften zusehends in Bedrängnis bringen, verstärkt in Bewegung setzen. Erst vergangenen Monat hatte das Internetauktionshaus Ebay den Online-Telefonanbieter Skype für 2,6 Mrd. Dollar übernommen.
Der Pakt von Microsoft und Yahoo soll den Usern in Zukunft nicht nur die direkte Kommunikation zwischen den beiden IM-Plattformen bieten, sondern auch das Telefonieren über das Internet ermöglichen. Das Instant Messaging sei vor allem deswegen wichtig für die großen Unternehmen, weil es eine Gateway-Funktion zu anderen Services erfüllen würde, so Matt Anderson, Analyst der Marktforschungsfirma Radicati. Gegenüber Konkurrenten wie Google oder Ebay hat die Zusammenarbeit von Microsoft und Yahoo auch einen großen symbolischen Charakter und erzeugt Druck vor allem beim Rivalen AOL.
Eine offizielle Bestätigung über die Pläne der Zusammenarbeit wurde bisher weder seitens Microsoft, noch von Yahoo gegeben. Auf Anfrage von pressetext beim MSN-Presseservice Vibrio in Deutschland hieß es nur: Kein Kommentar. (
pte)