Der Software-Konzern Microsoft hat das Design seines Office-Pakets für die Version 12 weitgehend überarbeitet. Es sei die umfassendste Veränderung an der Benutzeroberfläche seit Erscheinen der erstmals auf Windows 95 angepassten Fassung vor zehn Jahren, so Unternehmensgründer Bill Gates gestern auf der Professional Developers Conference in Los Angeles, Kalifornien.
Derzeit wird die letzte Veröffentlichung, das Office System 2003, nach Schätzungen des Konzerns von weltweit 400 Millionen Nutzern eingesetzt. Da die meisten User aber den vollen Umfang der Funktionen nicht wirklich ausschöpfen, haben sie auch keinen Grund, Geld für ein Upgrade auszugeben. Die neue Oberfläche soll nun das Kundeninteresse wecken.
Das Office System 2003 kam im Vergleich zur Vorversion Office XP mit 1.500 neuen Features und 38 Toolbars auf den Markt. Die Nutzerfreundlichkeit litt jedoch beträchtlich. "Wir wussten, dass wir ein Problem hatten", sagte Julie Larson Green, Program Manager für Microsoft Office. Die Zahl der Buttons wurde deshalb in der neuen Version stark reduziert. Die Software registriert jede Aktion des Anwenders und passt die Toolbars dementsprechend an. Außerdem soll die Formatierung von Dokumenten deutlich einfacher werden. Der Hersteller integrierte dafür ein halbautomatisches System, das Designvorschläge unterbreitet und selbstständig das Layout verändert.
Gates führte aus, dass die Umgewöhnung von Anwendern, die täglich mit der Software arbeiten, durchaus zwei bis zwölf Tage dauern könne. Unternehmen müssten demzufolge mit Ausgaben für Schulungen rechnen, wenn sie auf Office 12 upgraden. Das würde jedoch mit der Zeit durch eine kürzere Einarbeitungszeit neuer Mitarbeiter ausgeglichen, hieß es.
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