Microsoft
http://www.microsoft.com/ will den ehemaligen Mitarbeiter und Such-Technologie-Experten Kai-Fu Lee per Gerichtsbeschluss davon abhalten, zu Google zu wechseln. Google hat gestern, Dienstag, bekannt gegeben, dass sie Lee als Präsident der Aktivitäten in China angeheuert hatten, um dort ein Forschungs- und Entwicklungs-Center aufzubauen. Microsoft behauptet, dass Google und Lee eine Konkurrenzklausel im Arbeitsvertrag mit Microsoft verletzt hätten.
Der Rechtsstreit, der am "King County"-Kammergericht in Seattle ausgetragen wird, ist der neueste Beweis, dass Microsoft seine Rivalität mit dem Suchmaschinen-Unternehmen Google sehr ernst nimmt. Google ist mit E-Mail- und anderen Service-Diensten direkt in Geschäftsbereiche eingestiegen, die Microsoft bislang dominiert. Microsoft hat im Gegenzug dazu im Juli vergangenen Jahres einen eigenen Suchdienst gestartet.
Kai-Fu Lee ist die bislang hochrangigste Führungskraft, die den Konzern verlässt um zu Google zu wechseln. Der 43-jährige Informatiker hat sieben Jahre für Microsoft gearbeitet, davon fünf Jahre als Vizepräsident. Ihm wird der Aufbau eines Entwicklungszentrums in Peking zugeschrieben, in dem 380 Forscher arbeiten.
Microsoft wirft Lee vor, eine Wettbewerbsklausel zu verletzen, in der vereinbart wurde, dass er ein Jahr nachdem er den Konzern verlässt für kein konkurrierendes Unternehmen arbeiten darf. Microsoft fordert finanziellen Schadenersatz in nicht genannter Höhe und eine einstweilige Verfügung um Google und Lee davon abzuhalten, "den Arbeitsvertrag zu verletzen". (
pte)