Der Software-Konzern Microsoft hat sich in einem Rechtsstreit mit dem kalifornischen Start-up Alacritech eine Einigung erzielt. Die Technologien, auf die Alacritech Patentanspruch erhob, dürfen in den kommenden Versionen der Windows-Betriebssysteme genutzt werden. Das geht aus einer gestern in San Jose, Kalifornien, veröffentlichten Stellungnahme des Start-ups hervor.
Im April wurde Microsoft mit einer einstweiligen Verfügung verboten, die Netzwerktechnologie Chimney in zukünftigen Versionen des Windows Server 2003 und Longhorn einzusetzen. Chimney bietet Unterstützung für Hardware zur Beschleunigung von TCP/IP-basierten Datenübertragungen. Häufig auftretende Kompatibilitätsprobleme zu bisher verfügbarer Netzwerk-Technologie sollten so minimiert werden.
Zwischen den beiden Unternehmen wurden nun gegenseitige Nutzungsrechte für patentierte Technologien vereinbart, hieß es. In den Vertrag wurde auch der Halbleiterproduzent Broadcom einbezogen. Das Unternehmen fertigt unter anderem Chips für Windows-basierte, mobile Geräte und will hardwareseitige Funktionen bereitstellen, die eng mit Chimney zusammenarbeiten. Über die finanziellen Details der Einigung wurde Stillschweigen vereinbart.