Der australische Telekommunikationskonzern Telstra hat die Erprobung von Internet-Fernsehen auf Basis von Microsoft-Technologie abgesagt. Die geplante Pilotphase wird nicht stattfinden. Als Grund nannte Unternehmenssprecher Warwick Ponder gegenüber der britischen Tageszeitung 'Financial Times' (Mittwochsausgabe) neben weiteren Faktoren den unzureichenden Entwicklungsstand des Breitbandnetzes der Telstra.
Die Entscheidung habe nichts mit der Technologie Microsofts zu tun. Ponder wollte jedoch nicht ausschließen, zu einem späteren Zeitpunkt mit einem anderen Anbieter einen erneuten Anlauf zu wagen.
Der Ausstieg Telstras ist ein schwerer Rückschlag für Microsoft. Der Konzern will bereits seit Jahren Fernsehen und Internet miteinander verbinden. Erst kürzlich verschob jedoch bereits die Schweizer Swisscom den Start ihres TV-Angebotes wegen Problemen mit der Technik des Software-Herstellers aus Redmond, Washington.
Ein Microsoft-Sprecher stellte klar, dass weltweit eine Reihe von Unternehmen erfolgreich mit Microsoft an der Umsetzung von IP-TV arbeiten. Der größte Partner ist dabei diie US-Telefongesellschaft SBC. Das Unternehmen will im kommenden Jahr entsprechende Angebote starten und betrachtet die Technologie als wesentliche Basis für ihr zukünftiges Glasfaser-Netz.