Der Software-Konzern Microsoft hat Klage gegen fünf Unternehmen wegen Produktpiraterie eingereicht. Die Firmen sollen Fälschungen der originalen Windows-Pakete und anderer Produkte des Konzerns vertrieben haben. Wie aus den gestern veröffentlichten Klageschriften hervorgeht, soll in dem Prozess erstmals ein neues, erst im letzten Jahr verabschiedetes Gesetz Anwendung finden. Der Anti-Counterfeiting Amendments Act, ein Bundesgesetz, richtet sich gezielt gegen solche Taten.
Zwei der Unternehmen, die sich vor Gericht verantworten müssen, stammen aus dem Bundesstaat Kalifornien, die drei anderen aus Virginia, hieß es. Betroffen ist unter anderem #9 Software aus Hampton, Virginia, dessen Co-Inhaber Shawn Lee die Vorwürfe zurückweist. Man habe mehrere Jahre legal Microsoft-Produkte vertrieben, jedoch alle weiteren Verkäufe eingestellt, als die Klage bekannt wurde, so Lee gegenüber dem US-Branchendienst 'CNet'.
Microsoft hatte in den vergangenen Monaten mehrfach Klagen gegen Händler geführt. Diese vertreiben meist keine illegalen Kopien, sondern kaufen beispielsweise vergünstigte Lizenzen für den Bildungsmarkt ein und verkaufen zum normalen Preis. Sämtliche Fälle werden derzeit noch verhandelt.