Microsoft will Internet Explorer stärker aus Windows XP lösen
Der Software-Konzern Microsoft will mit mehreren kleineren Änderungen an seinem Betriebssystem Windows XP auf Kritiken von Wettbewerbshütern reagieren. Dies teilte das Unternehmen gestern in einem Schreiben an US-Bezirksrichterin Colleen Kollar-Kotelly mit, die den Monopolprozess gegen Microsoft leitete.
Das US-Justizministerium hatte unter anderem bemängelt, dass HTML-Dateien im Dateimanager auch dann noch mit dem Internet Explorer-Symbol dargestellt werden, wenn vom Nutzer ein anderer Standard-Browser eingestellt wurde. Dem Anwender müsse es ermöglicht werden, komplett zu einem anderen Produkt zu wechseln, hieß es. Der Hersteller kündigte an, die Forderung in einem der kommenden Updates umzusetzen.
Weiterhin werden zukünftig auch Verknüpfungen auf einen anderen Browser umgelenkt, wenn das Microsoft-Produkt deaktiviert wurde. Bisher öffneten sich bestimmte Inhalte stets im Internet Explorer, statt im eingestellten Standard-Browser.
Der Software-Konzern liefert derzeit die ersten Vorab-Versionen des neuen Betriebssystems Longhorn sowie des Internet Explorers 7 an die Wettbewerbsbehörden. Die Produkte sollen bereits vor der Markteinführung geprüft werden.
Wie Microsoft weiter mitteilte, wird Windows XP zukünftig auch das RAW-Fotoformat unterstützen. Das Format bietet eine verlusstfreie Kompression von Bilddaten.
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