Der Softwareriese Microsoft, das Online-Auktionshaus eBay, der Bezahldienst PayPal und der Kreditkartenanbieter Visa haben sich im Kampf gegen so genannte Phisher zusammengetan. Die drei Unternehmen haben das Phish Report Network
http://www.phishreport.net gegründet, das Informationen über betrügerische E-Mails sammeln und bei Bedarf Alarm schlagen soll.
http://www.phishreport.net/releases/launch_release.htmlPhishing bezeichnet im Allgemeinen die Methode, wenn Online-Betrüger ahnungslose User in E-Mails zur Bekanntgabe von persönlichen finanziellen Informationen wie Kredit- oder Bankomatkartennummer verleiten. Die User werden dazu auf gefälschte Sites gelockt, die den Webseiten von Finanzunternehmen ähnlich sehen. Zum Stichtag 31. Dezember des Vorjahres waren nach Informationen der Anti-Phishing Work Group insgesamt 1.700 solcher Phishing-Sites aktiv.
Beim Phish Report Network können sich Unternehmen oder Organisationen als "Sender" registrieren lassen. Diese liefern die Informationen über aktuelle Phishing-Attacken. Die Informationen werden in eine vom texanischen Security-Spezialisten WholeSecurity
http://www.wholesecurity.com/ betriebene Datenbank eingebaut. Auf diese Informationen sollen "Receivers", in der Regel Internet Service Provider oder Spam Blocker, zugreifen können, um Phishing-Attacken besser abwerden zu können.
"Phishing ist das am schnellsten wachsende Segment bei den Spams. Zum Opfer werden dabei sowohl seriöse Online-Unternehmen, deren Brands gekapert werden, als auch Konsumenten, die leichtsinniger Weise ihre finanziellen Informationen Kriminellen zur Verfügung stellen", sagte Ryan Hamlin, Sicherheits-Manager bei Microsoft. Laut Informationen der Anti-Phishing Work Group sind die Phishing-Attacken zwischen August und Dezember um 24 Prozent angestiegen. (
pte)