100 BitTorrent-Filesharer sind in das Visier der Filmindustrie geraten und sind von der Motion Picture Association of America (MPAA)
http://www.mpaa.org verklagt worden. Laut einem Bericht des Wall Street Journal kündigte die Organisation an, weitere Klagen gegen User des Filesharing-Dienstes eDonkey und Direct Connect einzureichen.
BitTorrent und eDonkey unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise von den großen Filesharing-Programmen wie KaZaA, bei dem die User direkt miteinander verbunden sind. User stellen bei diesen Diensten ihr Musik- oder Filmmaterial passiv zur Verfügung. Bei BitTorrent hingegen werden die User mit Mittelsmännern verbunden, so genannten Trackern, die ihnen beim Aufspüren von Material behilflich sind. Ein Film wird so in kleinen Stücken von verschiedenen Usern, anstatt von einem einzelnen User herunter geladen.
Für die Filmindustrie ist entscheidend, dass die User bei Diensten wie BitTorrent aktiv am Filesharing-Prozess beteiligt sind, weil sie als Tracker bewusst und aktiv Schritte durchführen müssen, um ihr Material zur Verfügung zu stellen. Die MPAA erhofft sich leichter gegen diese User klagen zu können. Vergangenen Monat reichte die MPAA Kollektivklagen gegen zwölf Einzeluser ein, die jedoch zurückgewiesen wurden. (
pte)