Das Softwareunternehmen SCO hat im abgelaufenen dritten Quartal seines aktuellen Geschäftsjahres einen Umsatzeinbruch um 44 Prozent auf 11,2 Mio. Dollar hinnehmen müssen. Gleichzeitig rutschte die als Linux-Jäger bekannt gewordene Firma mit rund 7,4 Mio. Dollar ins Minus. Im Vorjahresquartal hatte dagegen noch ein Gewinn von 3,1 Mio. Euro zu Buche gestanden. SCO meldete jedoch im Zusammenhang mit dem BayStar-Aktienrückkauf einen Nettogewinn von 7,5 Mio. Dollar oder 0,38 Dollar pro Aktie.
Hauptsächlich verantwortlich für den starken Umsatzrückgang war das erneut schwache Geschäft mit Lizenzen in der Sparte SCOsource, in der die UNIX-Aktivitäten zusammengefasst sind. In diesem Bereich ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal von 7,28 Mio. auf 678.000 Dollar zurück, zeigte jedoch nach Angaben von SCO im Vergleich zum Vorquartal eine leichte Verbesserung. Für das vierte Quartal (Ende: 31. Oktober 2004) rechnet das Unternehmen mit Umsätzen zwischen zehn Mio. und zwölf Mio. Dollar.
Die gerichtlichen Auseinandersetzungen zum Schutz der geistigen Rechte von UNIX würden mit den notwendigen rechtlichen Mitteln fortgesetzt, heißt es in der Aussendung. Um die Gerichtskosten in einem überschaubaren Rahmen zu halten, hat SCO sich mit der Rechtsanwaltskanzlei Boies, Schiller & Flexner LLP auf eine Obergrenze von 31 Mio. Dollar geeinigt. (
pte)