Microsoft hat den Fahrplan für das neue Betriebssystem Longhorn festgelegt. Longhorn wird wie schon zuvor angekündigt 2006 auf den Markt kommen, allerdings ohne das von Bill Gates als "heiligen Gral" bezeichnete Datenbank- und Suchsystem WinFS (Windows File System). WinFS soll 2006 in Longhorn nur als Beta-Version enthalten sein, berichtet das Wall Street Journal heute, Montag. Die Server-Version des neuen Betriebssystems soll ein Jahr später erscheinen.
WinFS soll es dem User ermöglichen, gespeicherte Daten mit einem einfachen Suchsystem rasch zu finden. Konzernchef Gates hat diese neue Funktion von Longhorn mehrmals als die wichtigste Neuerung bezeichnet. Microsoft hat keine spezifischen Probleme mit WinFS angegeben. Das neue Feature erfordert aber eine Neustrukturierung der seit 15 Jahren verwendeten Datenbankorganisation, was sich auf zahlreiche Applikationen auswirkt. Mit der Veröffentlichung von Longhorn ohne eine endgültige Version von WinFS nimmt Microsoft vor allem auf zahlreiche Computer- und Softwarehersteller Rücksicht, die ihre Produkte auf Longhorn abstimmen müssen. Sie brauchen einen konkreten Fahrplan für Longhorn, um eigene Produktpläne zu entwickeln.
Longhorn kommt 2006 also mit zwei wesentlichen neuen Features: Die Grafik-Engine Avalon und die Webservices-Architektur Indigo werden in Vollversion verfügbar sein. Microsoft hat zuletzt im Jahr 2001 mit Windows XP ein neues Betriebssystem auf den Markt gebracht. Die Vollversion von WinFS wird später als Upgrade für Longhorn veröffentlicht und wird voraussichtlich auch in der Server-Version bereits enthalten sein. (
pte)