Der Halbleiterhersteller Intel stellt heute neue, im 90 Nanometer-Prozess gefertigte Dothan Mobile Prozessoren vor. Die weiterentwickelten Pentium M Prozessoren der zweiten Generation sollten ursprünglich zum Jahresende 2003 erscheinen, waren dann aber auf das erste Quartal 2004 verschleppt worden. Wie das Unternehmen heute im kalifornischen Santa Clara ankündigen wird, haben die CPUs höhere Taktfrequenzen, einen FSB mit 400 MHz, Architekturverbesserungen und einen größeren Cache. Die Dothan-Prozessoren werden erstmals nicht mit der bisher üblichen Angabe der Taktfrequenz, sondern mit ihrer Modellnummer vermarktet.
Sie verfügen über 2 MByte L2-Cache und Taktfrequenzen bis zu 2 GHz. Die Sockel-Kompatibilität zur früheren Pentium M Generation ermöglicht den OEMs den Einbau der neuen Komponenten in bestehende Systeme. Ein Prozessor arbeitet mit 140 Millionen Transistoren. Intel nutzt hierbei Strained Silicon Technik bereits in der Massenfertigung. Die 90 nm Fertigung ermöglicht kleinere und schnellere Transistoren auf 300 mm großen Wafern. Die größeren, kreisrunden Siliziumscheiben liefern, gegenüber den älteren 200 mm Platten, mehr als doppelte Fertigungskapazität .
Wie Jürgen Thiel, Intel-Regional Manager EU, bereits am Wochenende in München angekündigt hatte, sollen die neuen Rechenchips ca. 20 Prozent mehr Leistung bei gleichem Energiebedarf erbringen. Zwei Intel-Fabriken, die D1C in Oregon und die Fab 11x in New Mexiko, arbeiten mit der neuen Technik. Eine komplett neue Fertigung zieht der Weltmarktführer mit der Fab 24 in Irland hoch. Kostenpunkt: 3 Milliarden Dollar.
Die neue Intel Pentium M Prozessor ist ab sofort verfügbar. Darauf basierende Notebooks werden während der nächsten Monate erwartet. Intel liefert weltweit auch Boxed Versionen an autorisierte Intel Distributoren.
Der Intel Pentium M 755 ist mit 2 GHz getaktet und kostet 637 Dollar, der Pentium M 745 kommt zum Preis von 423 Dollar und der Pentium M 735 ist mit 294 Dollar ausgepreist.