Die Zusammenlegung der Entwicklung für Server- und Client-Versionen des Windows-XP-Nachfolgers "Longhorn" sei nun endgültig abgeschlossen, sagte Jim Allchin, Vice President der Platform Group bei Microsoft, in seiner Rede zur Windows Hardware Engineering Conference (
WinHEC), die diese Woche in Seattle stattfindet.
Allchin zufolge soll das Betriebssystem 2006 auf den Markt kommen. Zunächst werde nur die Client-Variante erscheinen, präzisierte eine Unternehmenssprecherin den Zeitplan im Gespräch mit Analysten. Demnach folgt die Server-Version zu einem noch nicht festgelegten Zeitpunkt, möglicherweise erst 2007. Eine erste Betaversion ist für Anfang 2005 geplant.
In diesem Jahr bringt Microsoft Allchin zufolge auf der Server-Seite
- die 64-Bit-Edition for Extended Systems von Windows Server 2003,
- das Service Pack 1 (SP1) für Windows 2003 Server,
- das SP1 für Windows Small Business Server und
- Virtual Server 2005.
Für 2005 sind Updates für Windows Server 2003 und Windows Small Business Server 2003 sowie der neue Windows Storage Server "Storm" geplant.
Auf der Client-Seite können Anwender Mitte des Jahres mit dem SP2 für Windows XP rechnen. Außerdem kündigte Allchin
- ein Update für den Windows Media Player,
- Windows XP Tablet PC Edition 2005,
- Windows CE 5.0 und
- die 64-Bit-Edition für 64-Bit Extended Systems von Windows XP
an. Ferner wird die Windows XP Media Center Edition um Unterstützung für Microsofts "Media Center Extender" erweitert. Das System soll für die drahtlose Übertragung von digitalen Videos, Bildern und Musik von einem mit XP Media Center betriebenen Rechner an den heimischen Fernseher sorgen.
Von Longhorn zeigte Allchin eine Preview-Version, die erste Eindrücke der neuen Grafik-Engine "Avalon" vermitteln sollte. Der Microsoft-Manager spielte Filme ab und öffnete große Grafiken, während im Hintergrund das Ballerspiel "Quake" lief. Bei der gleichen Vorführung auf einem Windows-XP-PC begannen die Filme zu ruckeln.