Der US-Verband der Musikindustrie, die Recording Industry Association of America (RIAA), hat eine neue Reihe von Urheberrechtsverletzungen vor Gericht gebracht. Viele Fälle betreffen Einzelpersonen an 14 US-amerikanischen Universitäten. Erst gestern hat der Musikverband von Japan eine Kampagne gegen illegale Tauschbörsen und deren User gestartet.
Die heutige Aktion betrifft 477 illegale Filesharer, einschließlich 69 Einzelpersonen, die Universitätsnetzwerke benutzt haben, um urheberrechtsgeschützten Sound auf nicht-authorisierten Peer-to-Peer Services zu vertreiben. Wie schon in früheren Verfahren nützt die RIAA den "John Doe"-Prozess, der anonyme Beklagte betrifft.
Weiters ist die RIAA daran interessiert, dass die Universitätsgemeinschaften sie im Kampf gegen die illegalen Filesharer an den College-Standorten unterstützen. Dazu sagte Cary Sherman, der Präsident der RIAA, die Zusammenarbeit zwischen der Behörde und den Institutionen sei wichtig. Sowohl das Gesetz als auch Universitätsgrundsätze seien zu respektieren. Es gebe die Notwendigkeit die Besitzer des Urheberrechts gegen die Täter zu stärken, um die Leute daran zu erinnern, dass ihre Aktivitäten illegal sind.
Konsumenten, einschließlich von College-Studenten, hätten Zugang zu einer großen Vielfalt von legalen Musik-Services, die eine hohe Online-Qualität bieten, erklärte Sherman. Das illegale Downloaden von Musik aus dem Internet koste jedem etwas: den Musikern, deren Werke nicht kompensiert werden, den Eigentümern und Angestellten von Musikgeschäften, die zusperren müssen, den neuen Online-Geschäften, die gerade aufgebaut werden und den Konsumenten, die sich an die Regeln halten und ihre Musik legal erwerben. Im ersten Quartal dieses Jahres wurden 25 Mio. Songs legal downgeloadet. (
pte)