Sicherheitsexperten warnen vor Problemen bei der Umstellung des Internet-Protokolls auf Version 6 (IPv6). Experten wie Simson Garfinkel, Chief Technology Officer beim US-Sicherheitsspezialisten Sandstorm Enterprises http://www.sandstorm.net/ , sehen vor allem die Umstellungsphase als kritisch an, berichtet die Computerwelt http://www.computerwelt.at .
Die Sicherheitsprobleme würden laut Garfinkel weniger aufgrund von Mängeln des Protokolls selbst entstehen. Sie lägen vielmehr in der Umstellung von Name-Servern, Web-Servern und Browsern. Der Experte befürchtet Lecks in diesen Softwareprodukten und beklagt zudem, dass viele Unternehmen in den USA zu wenig Aufmerksamkeit auf das neue Protokoll legten. Im Gegensatz dazu sei etwa Japan bereits mit dem Projekt "KAME" vorgesprescht, das mit Hilfe von Fujitsu, Hitachi, Toshiba und Yokogawa Electric Lecks vermeiden solle.
Die Umstellung des Internet-Protokolls auf Version 6 wird die umfassendste Änderung der Internet-Infrastruktur seit 20 Jahren. Insgesamt müssen nach Schätzungen rund 100 Mio. Rechner umgestellt werden. IPv6 ist aber deswegen ein absolutes "Muss", da die vorhandenen Internet-Adressen langsam knapp werden. Das bisher gebräuchliche IPv4 unterstützt Adressen mit 32 Bit Länge, wodurch sich eine maximale Adressen-Zahl von etwas über vier Milliarden ergibt. Da das IPv6 mit einer Adresslänge von 128 Bit zurecht kommt, lassen sich mehrere Bio. Adressen vergeben.*(
pte)