Microsoft flirtet mit Google - Partner oder Rivalen
Microsoft bemüht sich um die Gunst des erfolgreichen Suchmaschinen-Betreibers Google. Unbestätigten Meldungen der New York Times zufolge verhandelt Redmond bereits seit zwei Monaten über eine mögliche Beteiligung oder Übernahme.
Bereits Ende August hatte Google-Gründer und Präsident Sergey Brin die Branche mit der Erklärung geschockt, er stehe einem Übernahmeangebot von Microsoft nicht ablehnend gegenüber. Wie die New York Times unter Berufung auf "gut informierte Kreise" berichtet, sträubt sich Google aber zur Zeit noch, dem Werben des weltgrößten Softwarekonzerns nachzugeben. Vielmehr sucht Google sein Glück in einem möglichen Börsengang.
Der Suchmaschinen-Profi verhandelt seit längerem mit verschiedenen Investmentbanken über Details der Börsenplazierung. Die Erst-Emission von Google-Aktien hätten einen Wert von 15 bis 25 Mrd. Dollar. Der Verkauf von zehn bis 15 Prozent seiner Anteil könnte die Kassen von Google mit bis zu zwei Mrd. Dollar füllen.
Das höchst profitable Unternehmen wurde 1998 von zwei Studenten in Kalifornien gegründet, erlaubt die Suche auf über drei Mrd. Web-Seiten und verzeichnet mehr als 200 Mio. Anfragen pro Tag. Mit einer fixen Integration eines "Such-Features" in sein neues Betriebssystem "Longhorn" könnte Microsoft aber die Marktsituation für Google entscheidend verändern.
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