Chartered, IBM und Infineon werden in Zukunft bei der Entwicklung der 65-Nanometer-Technologie eng zusammenarbeiten. Dies gab Infineon in einer Presseaussendung bekannt. Endergebnis der Kooperation soll eine Foundry-Plattform sein, die von der 90 Nanometer-Technologie über 65 Nanometer-Strukturen bis hin zur zukünftigen 45-Nanometer-Fertigungstechnik skalierbar sein soll. IBM stellt dafür sein kürzlich eröffnetes 300-Millimeter-Labor zur Verfügung, in dem die Entwicklungsarbeiten stattfinden sollen.
Diese Allianz der drei Unternehmen vereint die langjährige Erfahrung von Infineon bei der Halbleiterentwicklung, die Prozesstechnologie von IBM und das Wissen über Foundry-Plattformen von Chartered. IBM und Chartered haben bereits im oben genannten Entwicklungslabor "Advanced Semiconductor Technology Center", kurz ASTC 300, die Entwicklung erster 65-Nanometer-Wafer begonnen. Darüber hinaus planen die zwei Unternehmen die gemeinsam entwickelten 65-Nanometer-Fertigungsprozesse in ihre 300-Millimeter-Produktionsstätten einzugliedern. Bei der Deckung von Infineons Bedarf an 65-Nanometer-Produkten wollen IBM und Chartered volle Unterstützung bieten.
Im ASTC 300, das seit einem Monat in Betrieb ist, werden in Zukunft rund 200 Ingenieure aus den drei Unternehmen zusammenarbeiten. IBM Senior-Vizepräsident John E. Kelly sagte, dass die Zusammenarbeit der drei Konzerne die Entwicklung von sofort einsetzbaren Chip-Designs vorantreiben werde. Dies bedeute für Chartered, IBM und Infineon-Kunden vor allem verkürzte Markteinführungszeiten und reduzierte Kosten. Chia Song Hwee, CEO von Chartered, sieht das neue Entwicklungsmodell als gewinnbringende Möglichkeit für Unternehmen, die keine eigenen Produktionsstätten oder ein sehr geringes Produktionsvolumen haben.*(
pte)
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