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Alt 25.06.2003, 16:13   #1
Newsbot
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Beiträge: 8.939



Standard Microsoft startet Anti-Spam-Initiative

Jean-Phillipe Courtois, President und CEO von Microsoft EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika), hat eine umfassende Initiative vorgestellt, um Kunden vor unverlangten E-Mails zu schützen. Damit sollen auch die durch Spam verursachten Produktivitätseinbußen von geschätzten 2,5 Milliarden Euro im Jahr reduziert werden. Neben der Entwicklung von Anti-Spam-Technologien sieht die Initiative eine Selbstregulierung der Branche, Anti-Spam-Gesetze sowie die Aufklärung der Anwender vor.

Im Schulterschluss mit der Wirtschaft und Behörden will Microsoft mit diesen vier Bereichen dazu beitragen, die Flut an illegalen und unerwünschten E-Mails einzudämmen. Darüber hinaus will Microsoft die digitale Integrität fördern, um das Internet sowohl für End-Nutzer als auch für Unternehmen sicher zu machen.

"Spam ist eines der größten Probleme, dem der Nutzer heute gegenüber steht. Als einer der großen Anbieter der Branche fühlen wir uns verpflichtet, eine Lösung dieses Problems herbeizuführen und dadurch das Vertrauen in das Kommunikationsmittel E-Mail wieder zu stärken", erklärt Jean-Phillipe Courtois, President und CEO von Microsoft EMEA. "Wir sind überzeugt, dass wir dieses Problem nur mit einem koordinierten Ansatz lösen können, bei dem Technologie, Selbstbeschränkung der Branche, starke Gesetzgebung und gezielte Verfolgung illegaler Spammer ineinander greifen."

Experten schätzen, dass mehr als die Hälfte des gesamten E-Mail-Aufkommens mittlerweile Spam ist. Die dadurch entstehenden Produktivitätseinbußen in europäischen Unternehmen verursachen Kosten in Höhe von mehr als 2,5 Milliarden Euro. "Mit dieser Initiative und unserer Zusage, den Kampf gegen dieses Problem in den nächsten Jahren fortzuführen, möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, das Internet sicherer und anwenderfreundlicher zu machen", führt Courtois weiter aus.

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco, begrüßt die Initiative von Microsoft. Prof. Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender des eco erklärt: "Spam stellt nicht nur eine ernsthafte Bedrohung für die "Killer-Application" E-Mail dar, sondern auch zunehmend für andere Dienste, beispielsweise im Bereich des Mobilfunks,.. Der überwiegende Anteil der Spammails kommt jedoch von außerhalb Europas. Von wirtschaftlichen Initiativen, wie der von Microsoft, erhoffen wir uns eine starke Signalwirkung auch für nichteuropäische Staaten, Spam zu ächten.", erklärt Prof. Michael Rotert. Der umfassende Ansatz Microsofts könne als Vorbild für weitere wirtschaftliche Initiativen dienen.

Technologische Lösungen

Im Bereich Technologie verfolgt Microsoft das Ziel, seinen Kunden die besten derzeit verfügbaren Lösungen zu bieten, und engagiert sich auf allen Ebenen dafür, neue und bessere technische Mittel gegen Spam zu finden. Für Unternehmen und Kunden hat es sich bereits ausgezahlt, dass Microsoft laufend in Anti-Spam-Technologien investiert: Sie profitieren von den Innovationen, die in die neuen Versionen von MSN, MSN Hotmail, Exchange und Outlook eingegangen sind.

MSN blockiert zum Beispiel 2,4 Milliarden Spam-Mails pro Tag. Mit verschiedenen neuen Technologien sorgt MSN dafür, dass die E-Mail-Adressen der User nicht in die Hände von Spammern geraten und dass die Menge an E-Mail-Accounts reduziert wird, die für die Verteilung von Spam genutzt werden können:
  • Spezielle Technologien unterbinden das Einrichten von Spam-Listen. Ein Beispiel dafür ist die Human Interactive Proof (HIP)-Technologie. HIP verhindert die automatische Registrierung neuer E-Mail-Accounts. Seit der Einführung von HIP konnte hier ein Rückgang von 20 Prozent erzielt werden.
  • Leistungsstarke Spam-Filter schützen die weltweit 120 Millionen MSN Hotmail-User. Dazu gehören ein Image-Filter, ein dreistufiger Ansatz, mit dem Junk-Mails schon vor Erreichen des Postfachs abgefangen werden, sowie intelligente Filter, die auf das Erkennen von Spam trainiert werden können.
Die Branche arbeitet jeden Tag an besseren Filtern und investiert massiv in Forschung und Entwicklung, um innovative Ansätze zu fördern.

Microsoft entwickelt Filtertechnologien, die einfach zu nutzen sind und die sehr effektiv erwünschte E-Mails von Spam-Mails unterscheiden können. Diese Differenzierung verhindert, dass E-Mails fälschlicherweise als Spam behandelt werden.

Koordinierte Selbstregulierung der Branche

Ausgereifte Technologien tragen dazu bei, Spam-Mails zu reduzieren, aber dieses Mittel allein ist nicht ausreichend. Die Branche muss darüber hinaus effiziente und aufeinander abgestimmte Maßnahmen der Selbstregulierung ergreifen. Wie bereits in den USA angekündigt, unterstützt Microsoft die Einrichtung einer weltweiten unabhängigen Treuhandstelle, die optimale Verfahren durchsetzt, für die E-Mail-Zertifizierung zuständig ist und als Schlichtungsstelle Beschwerden von Kunden behandelt.

Diese Zentrale könnte Mechanismen zur Verfügung stellen, um legitime E-Mails zu identifizieren, so dass Anwender und Unternehmen noch einfacher erwünschte und unerwünschte E-Mails unterscheiden können. Selbstverständlich müsste eine Technologie, die legitime Absender mit einem Vertrauenssiegel kennzeichnet, auf offenen Standards basieren und alle betroffenen Branchen müssten in die Entwicklung miteinbezogen werden.

Schutz durch die Gesetzgebung

Microsoft intensiviert künftig die Zusammenarbeit mit den Regierungen in der Region EMEA. Dabei unterstützt Microsoft auch die Umsetzung der EU-Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation, die das Europäische Parlament und der Europäische Rat am 12. Juli 2002 verabschiedet haben. Die Richtlinie ist ein europaweit gültiges gesetzliches Rahmenwerk, das Anwender vor unerwünschten Werbe-Mails schützen soll.

Um festzulegen, wie diese Richtlinie von den verantwortlichen Direkt-Marketing-Unternehmen angewandt wird und wie sie im Kampf gegen Spammer eingesetzt werden kann, ist der kontinuierliche Wissensaustausch zwischen der Privatwirtschaft und dem Staat erforderlich.

Die European Internet Services Providers Association (EuroISPA), die gesamteuropäische Vereinigung der Internet Service Provider-Verbände in den einzelnen Ländern der Europäischen Union, begrüßt die Initiative:

"EuroISPA hat sich dafür stark gemacht, dass das Rahmenrecht der EU Spam-Mails klar verurteilt. Allerdings kann dieses Recht nicht auf Spam angewendet werden, der von Ländern außerhalb der EU stammt. Aktuelle Zahlen zeigen gerade hier einen Anstieg", sagt Louisa Gosling, Präsidentin der EuroISPA. "Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Regierungen ist absolut notwendig, um das Problem in den Griff zu bekommen. Initiativen wie diese sind daher ausgesprochen gute Nachrichten."

Rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen

Microsoft unterstützt alle Maßnahmen der Behörden, diejenigen zu identifizieren und zu verfolgen, die für Spam-Mails verantwortlich sind und damit Unternehmen und Anwender stören. Gegen mehrere Spammer aus Großbritannien und USA wurde bereits Anklage erhoben (www.microsoft.com/issues/essays/2003/06-18spam.asp).

Aufklärung von Anwendern

MSN UK hat gerade den MSN Spam Buster gestartet, eine neues Aufklärungsportal zum Thema Spam, das im Laufe des Sommers auch für die anderen europäischen Länder zur Verfügung gestellt wird. MSN Spam Buster (www.msn.co.uk/spambuster) bietet zum Beispiel:
  • Eine spezielle Webseite zum Thema "Wie verhindere ich Spam?"
  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen über den effizienten Einsatz der E-Mail-Filter von MSN Hotmail
  • Links zu regelmäßigen Updates und aktuelle Tipps zum Schutz vor Spam
Dazu Jean-Phillip Courtois: "Microsoft wird in den kommenden Monaten und Jahren auf regionaler und nationaler Ebene eng mit Behörden und der Industrie zusammenarbeiten, um das Spam-Problem zu bekämpfen. Wir fühlen uns verpflichtet, Technologien zu entwickeln, mit denen wir die User schützen können und dazu beizutragen, eine sichere Online-Umgebung zu schaffen. Diesen Grundsatz befolgen wir auch bei unseren eigenen Internet-Marketing-Aktivitäten, die wir gemäß unserer internen Richtlinien für Permission Marketing ausrichten. Auch bei der Produktentwicklung sind die Aspekte Sicherheit und Datenschutz von zentraler Bedeutung."

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