Sun erweitert sein Angebot bei Low-End-Servern. Der US-Konzern hat in San Francisco seine zwei jüngsten Server mit Xeon-Chips von Intel, den V60x und den V65x, vorgestellt. Sun heizt mit den beiden Modellen vor allem den Preiskampf im Einsteigersegment an. Mit einem Einstiegspreis von rund 2.500 Dollar beziehungsweise 2.600 Dollar sollen die Geräte weniger kosten als vergleichbare Server von Dell, IBM oder HP.
Das Segment der billigen Einstiegsserver mit Prozessoren von Intel oder AMD ist der am stärksten wachsende Bereich im Server-Geschäft. Sun ist bisher vor allem für größere Geräte mit eigenen UltraSparc-Prozessoren bekannt. Mit den beiden Rechnern V60x und V65x verstärkt das Unternehmen seine Präsenz im untersten Bereich. Sun bietet die Server mit seinem Betriebssystem Solaris x86 oder Red Hat Linux an. Red Hat wird dazu Suns jüngste Java Virtual Machine in sein Red Hat Enterprise Linux integrieren. Um seine Position weiter zu verbessern hat der US-Serverspezialist eine Partnerschaft mit Oracle bekannt gegeben, das seine Softwareprodukte für Solaris x86 portieren wird. Die beiden Server werden mit ein oder zwei Xeon-Prozessoren mit einer Taktfrequenz von 2,8 GHz oder 3,06 GHz ausgeliefert. Die genauen Spezifikationen der beiden Server finden sich unter
http://www.sun.com/servers/entry/v60x/specs.html und
http://www.sun.com/servers/entry/v65x/specs.html
Während Sun so neue Server und Partnerschaften ankündigt, berichtet die New York Times von Übernahmegerüchten um den Serverhersteller, die bereits seit einiger Zeit an der Wall Street kursieren. Sun stehe vor einer Neuausrichtung zu einer Software- und Service-Company, da seine gemischte Produktpalette nicht mehr profitabel sei, so die Zeitung, und sei daher gegenüber einer feindlichen Übernahme verwundbar. Als mögliche Käufer werden Cisco oder IBM oder große Kapitalgesellschaften gehandelt. Einen zusätzlichen Schub erhielten die Gerüchte, nachdem der ehemalige Sun-President Ed Zanger zum Investment-Haus Silver Lake Partners wechselte, das bereits den Festplattenhersteller Seagate aufgekauft hatte. Am Kapitalmarkt ist Sun zurzeit rund 13 Mrd. Dollar wert. Eine Übernahme würde allerdings sicher von Suns CEO Scott McNealy bekämpft.*(
pte)