Der vor zwei Wochen gestartete Online-Musikservice von Apple hat offenbar eine Sicherheitslücke. Wie das Branchenportal Cnet berichtet, ermögliche eine Funktion der zugrundeliegenden Software iTUnes 4 den Austausch von Musik über das Internet. Zwar sei es nicht möglich, die Songs eines Mac-Users permanent auf die eigene Festplatte zu saugen. Allerdings können Mac-User untereinander ihre iTunes-Songs per Audio-Stream anhören, wenn sie online sind. Der Musikindustrie, die dem erfolgreich gestarteten Service bisher sehr positiv gegenüberstand, wird dies höchstwahrscheinlich nicht gefallen.
Die von einer Gruppe von Online-Programmierern rund um die Website Spymac.com entdeckte Lücke basiert auf einem Feature der iTunes-Software, das Streaming von Musik über Netzwerke ermöglicht. Diese könne von lokalen Netzwerken auch auf das Internet ausgedehnt werden. "Das Feature ist in iTunes eingeabut, aber wir mussten es freilegen", so Kevin April, Webmaster von Spymac.com, zu Cnet. Es sei eine Heidenarbeit gewesen, das Feature in einen Webservice zu integrieren. Spymac.com startete vergangene Woche eine eigene File-Sharing-Plattform. Allerdings ist nicht bekannt wie viele User gleichzeitig ihre Musik-Files austauschen können. Da das Web-Sharing-Feature von der Bandbreite der Mac-User abhängt, sei es wahrscheinlich, dass nur wenige User gleichzeitig ihre Songs teilen können.
Apple unterstützt das Web-Sharing offiziell nicht und verweist darauf, dass iTunes ausschließlich für den "persönlichen Gebrauch" konzipiert ist. Der Computer- und Softwarehersteller werde den Trend genau beobachten. Darüber hinaus wurde kein Kommentar zu der Sicherheitslücke abgegeben.*(
pte)