Electronic Arts (EA) sich mit Sony, Produzent des Konsolenmarktführers Playstation 2 (PS2), gegen Microsofts Xbox verbündet. EA, laut eigenen Angaben der weltweit größte Hersteller von Computerspielen für PC und Spielkonsolen, wird Online-Spiele künftig nur noch für Sonys P2 herstellen, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute, Montag. Für Microsoft wäre dies ein harter Schlag, weil das Internet als der entscheidende Wachstumsmarkt der inzwischen bereits milliardenschweren Game-Softwarebranche betrachtet wird. Der Softwareriese hat massiv in den Online-Gameservice Xbox investiert. Mit der Xbox wollte Microsoft die PS2 vom Konsolen-Thron werfen und nach dem PC nun auch die Welt der Spielkonsolen erobern. Ohne attraktive Spiele könnte das schwierig werden.
Der exklusive Deal mit Sony ist laut WSJ auf grundlegende Meinungsverschiedenheiten zwischen EA und Microsoft bei der Finanzierung eines Online-Gameservices zurückzuführen. Demnach will Microsoft die Abo-Gebühren für den Service alleine behalten. EA will davon auch ein Stück für sich und andere Spielehersteller. Andernfalls habe Micrsosoft eine zu starke Kontrolle über Preise und Kunden im Online-Gamesektor, so die Meinung von EA. Bei Verhandlungen mit Microsoft sei klar geworden, so EA-Chairman Larry Probst, dass die Strategie des Konzerns einfach sei: "Sie wollen das ganze Geld."
"Da ist eine dicke Wand zwischen uns", so Probst. Aus diesem Grund sei man von dem EA-Prinzip abgegangen, für alle größeren Hardware-Hersteller (PS2, Xbox, Gamecube) zu produzieren. Dies gelte nur für Online-Spiele. Herkömmliche Spiele würden nach wie vor für mehrere Konsolen auf den Markt kommen. EA hat in seinem Portfolio einige sehr populäre Spiele: Von der Simulation "The Sims" über das Strategiespiel "Command & Conquer" bis zu einer Reihe von Sportspielen. Der Markt für Computerspiele wird laut WSJ auf 27 Mrd. Dollar geschätzt. In den USA wurde demnach im vergangenen Jahr mehr mit Game-Software verdient als an den Kinokassen eingenommen wurde.*(
pte)