Der US-Provider AOL http://www.aol.com hat fünf Klagen gegen Spammer, einzelne User und Unternehmen, eingebracht. Deren Spam-Mails hatten zu der beachtlichen Anzahl von acht Mio. Beschwerden durch AOL-Abonnenten geführt. Der Provider fordert von den Beklagten Schadenersatz in der Höhe von mehr als zehn Mio. Dollar, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute, Dienstag. Die im US-Bundesstatt Virginia eingebrachten Klagen sind AOLs erster Gang vor Gericht in Sachen Anti-Spam seit 2001.
Die Beschwerden der AOL-Abonnenten seien zu einem Großteil über das im vergangenen Jahr eingeführte Feature "Report Spam" (Spambericht) eingelangt. Insgesamt haben die Versender laut WSJ über eine Mrd. Spam-Mails versendet. Die meisten Beklagten seien namentlich unbekannt. Die Klage ermöglicht AOL auch die Zusammenarbeit mit anderen Internet Service Providern, um deren Identität zu klären. Im Dezember vergangenen Jahres hatte AOL sieben Mio. Dollar in einer Anti-Spam-Klage zugesprochen bekommen. Diese Klage wurde aber bereits 1998 eingebracht.*(
pte)