Microsoft verkauft seine Corel-Anteile
Der US-Softwareriese Microsoft wird seine Anteile an dem angeschlagenen kanadischen Grafik-Software-Entwickler Corel verkaufen. Der Venture Capital-Geber Vector Capital werde den 24,6-Prozent-Anteil um 56 Cent pro Aktie übernehmen, berichtet der US-Branchendienst Cnet. Vector Capital wird somit 22,89 Mio. Dollar bezahlen. Der Ausstieg ist für Microsoft mit einem Verlust von über 100 Mio. Dollar verbunden. Die Redmonder hatten im Jahr 2000 noch 135 Mio. Dollar für die Corel-Anteile hingeblättert. Der Handel soll am 24. März abgeschlossen sein.
Microsoft hatte den Einstieg bei Corel damals mit strategischen Gründen begründet, um seine .Net-Initiative weiterzuentwickeln. Allerdings hatten die Kanadier seitdem keine signifikante Rolle mehr gespielt. Corel hat sich im Laufe der Zeit mit seinem Softwarepaket WordPerfect eher als Konkurrent von Microsofts Office erwiesen. Das kanadische Unternehmen kämpft bereits seit Jahren mit Verlusten und Massenentlassungen. Vector will nun versuchen, Corel wieder fit zu machen. "Dadurch, dass sie größter Aktionär werden, beweisen Vector, dass sie an uns glauben", so Corel-CEO Derek Burney.
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