Wettkampf der Smartphone-Betriebssysteme
Der diesjährige 3GSM World Congress 2003 in Cannes ist im Zeichen des Wettkampfes der Betriebssysteme für die zukünftigen Generationen von 2,5G- und 3G-Smartphones gestanden. Während die großen technologischen Neuerungen dieses Jahr ausgeblieben sind und die Mobilfunkindustrie nach den Worten von Symbian http://www.symbian.com Chef David Levin von "Visionen zur Umsetzung“ der Technologie in Lösungen voranschreitet, stehen vor allem drei Betriebssysteme zur Auswahl, die von gewichtigen Playern unterstützt werden.
Neben Symbian OS versucht auch Microsoft mit Windows CE für Smartphones sich ein Stück vom Zukunftsmarkt zu sichern, während Motorola mit seiner Plattform einer Kombination aus Linux und Java überhaupt neue Wege beschreitet. Den Smartphone-Betriebssystemen kommt eine wichtige Bedeutung bei der Entwicklung von multimediafähigen Unterhaltungs- und Informationsanwendungen zu, die über den Erfolg der nächsten Mobilfunkgeneration mitentscheiden. Die letzte Wahl trifft der Endkunde, der vor allem ein verlässliches Gerät wünscht, das leicht mit einer Hand bedient werden kann.
Symbian OS wird von den etablierten Handyherstellern wie Nokia, Sony Ericsson, Siemens und Panasonic eingesetzt, die auch gleichzeitig an dem Softwareunternehmen beteiligt sind. Der Vorteil von Symbian ist, dass das Betriebssystem von Grund auf für den Einsatz in mobilen Geräten programmiert wurde. Das Betriebssystem wurde bisher in über zwei Mio. Smartphones ausgeliefert. Die jüngste Version Symbian 7 wurde mit besonderem Augenmerk auf Flexibilität, geringen Stromverbrauch, Einfachheit und Offenheit für zusätzliche individuelle Anwendungen entwickelt.
Als Newcomer hatte Microsoft in dem Markt bisher kein Glück. Abgesehen von Samsung und Siemens, die auch Symbian unterstützen, hat der Softwarekonzern keinen der großen etablierten Hersteller als Partner gewinnen können. Sendo, der erste Hardware-Partner, ist kurz vor dem Lauch seines ersten Windows-Smartphones ausgestiegen, während das SVP des zweiten Partners HTC noch an einigen Bugs leidet. Inzwischen hat der Softwarekonzern ein Referenzdesign mit Intel vorgestellt, das es neuen Produzenten aus der Elektronikindustrie ermöglichen soll, schnell eigene Mobiltelefone auf den Markt zu bringen. Windows CE für Smartphones stammt von der Pocket PC-Variante ab und bietet dessen abgespeckte Funktionen an. Bisher hat nur der Carrier Orange das Windows-Smartphone SVP eingeführt und über 40.000 Mal verkauft. Im Sommer soll T-Mobile allerdings europaweit mit einem eigens gebrandeten Smartphone folgen.
Auf die Linux-Entwicklergemeinde setzt Motorola. Der Konzern hat vor kurzem sein erstes Smartphone auf der Basis von Linux und Java vorgestellt. Motorola hofft so, dass innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von Applikationen und Services für sein Handy verfügbar werden, die auch für die Mobilfunkbetreiber zusätzliche Einnahmen versprechen. Gleichzeitig werden allerdings die Lizenzgebühren wie bei den beiden anderen Betriebssystemen vermieden. Diese Initiative wird von Motorola durch eine eigene Entwicklerpartnerschaft unterstützt. Eine Taktik, die auch andere Handyhersteller für ihre Produkte anwenden.
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