Russland erhält als erster Staat unter dem Government Security Programm (GSP) Einblick in die Quellcodes von Microsoft. Damit können verschiedene Staatsorganisationen die Microsoft-Produkte auf ihre Sicherheit überprüfen. Bisher waren diese Informationen nicht verfügbar. Die russischen Regierungsstellen werden ihre ersten Teile des Source-Codes im Februar erhalten.
"Die wichtigste Forderung der russischen Regierung war, einen vollständigen Einblick in den Microsoft-Code zu erhalten", erklärte Yevgeny Karavayeshnikov, Leiter des FAPSI, dem russischen Gegenstück zur NSA der USA, der die Vereinbarung für die russische Regierung unterzeichnete. Die Möglichkeit, Einblick in den Quellcode zu nehmen, ist als vertrauensbildende Maßnahme gedacht. Die russischen Stellen wollen Microsoft-Produkte unter anderem in der Finanzverwaltung und im Verteidigungsbereich einsetzen. Gleichzeitig wird im Rahmen des Programms Microsoft mit der russischen Regierung zusammenarbeiten, um die Plattform den Bedürfnissen der Verwaltung anzupassen.
Mit GSP versucht Microsoft seine Position gegenüber Regierungen zu stärken. Die Initiative kam nachdem eine Reihe von Staaten begonnen hatte, laut über Open-Source-Alternativen nachzudenken. Insgesamt wird erwartet, dass Microsoft sein Programm auf bis zu 60 Staaten, darunter auch Brasilien und China, ausweiten will.*(
pte)
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