Der Softwareriese Microsoft hat das zweite Quartal mit einer Umsatz- und Gewinnsteigerung beendet. Der Reingewinn belief sich auf 2,55 Mrd. Dollar nach 2,28 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Dies liegt über den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz legte um zehn Prozent auf 8,54 Mrd. Dollar zu, teilte das Unternehmen in der Nacht auf heute, Freitag, mit. Aufgrund der guten Entwicklung will das weltgrößte Softwareunternehmen erstmals in seiner 28-jährigen Geschichte eine Dividende zahlen. Einige der Rechtsstreitigkeiten der Vergangenheit seien gelöst und die Aussichten für das eigene Geschäft vielversprechend, so die Begründung. Zusätzlich kündigte Microsoft einen Aktiensplit, den neunten seit dem Börsengang 1986, an.
Durch den Aktiensplit erhöht sich die Zahl der Microsoft-Aktien auf 10,8 Mrd. Stück. Die Höhe der Dividende soll 16 Cent pro Aktie, bzw. nach dem Aktiensplit, acht Cent betragen und am 7. März dieses Jahres ausbezahlt werden. Das operative Ergebnis des zweiten Quartals war mit 3,26 Mrd. Dollar ebenfalls über dem Vorjahreswert. Trotz der guten Performance dämpfte der Redmonder Konzern die Erwartungen für das dritte Quartal. Während Analysten von einem Umsatz um die 7,97 Mrd. Dollar rechnen, sieht Microsoft seine Bandbreite zwischen 7,7 und 7,8 Mrd. Dollar. Das operative Ergebnis werde sich zwischen 3,4 und 3,5 Mrd. Dollar einpendeln. "Obwohl wir im Technologiebereich sehr optimistisch in die Zukunft blicken, erwarten wir kurzfristig keine signifikante Erhöhung der IT-Ausgaben", so Microsoft-Finanzchef John Connors.
Auch die Xbox habe noch nicht den erwarteten Erfolg gebracht. Da sich der Markt für Videospiele weltweit schwächer als erwartet entwickelt, werde auch der Umsatzanteil der Xbox geringer als erwartet ausfallen. Auch der Umsatz mit MSN-Abonnenten werde kleiner sein. Langfristig zeigte sich der MS-CFO für die Geschäftsaussichten jedoch optimistisch. Connors gab aber auch zu bedenken, dass die Nachfrage nach PCs derzeit sehr schwach und die Investitionen der Unternehmen in neue Technologien gering sei. Weltweit werde die Auslieferung von Computern im laufenden Quartal und Geschäftsjahr mit einer Rate im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen, nachdem das Wachstum im zweiten Quartal fast zum Stillstand gekommen war.*(
pte)
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