Microsoft will sich freiwillig einigen Sanktionen aus dem Vergleich mit dem US-Justizministerium unterwerfen. Obwohl die Einigung aus dem vierjährigen Wettbewerbsverfahren noch nicht von der zuständigen Richterin Colleen Kollar-Kotelly bestätigt wurde, will der Konzern nach eigenen Angaben sofort mit deren Umsetzung beginnen. Der Softwarekonzern hat dazu eine Telefonkonferenz für heute, Montagmorgen (Pazifik-Zeit), angekündigt.
"Microsoft hat zugestimmt, einige der Maßnahmen zu implementieren, solange das Verfahren noch im Laufen ist", heißt es in der Aussendung des Konzerns. In der Telefonkonferenz soll Charlie DeJong, Direktor für Business Developement der Windows Plattform Group, die geplanten Maßnahmen erläutern.
Nach Einschätzung von US-Beobachtern will der Software-Konzern seinen guten Willen demonstrieren. Die vorgeschlagene Einigung, die vom US-Justizministerium und neun Bundesstaaten unterstützt wird, soll den Computerproduzenten mehr Freiheiten bei der Installation von Middleware wie Browser oder Media-Player einräumen. Neun weitere Bundesstaaten verlangen allerdings weiterhin härtere Maßnahmen. So wollen sie den Softwarekonzern in einem eigenen Verfahrensteil zwingen, eine abgespeckte Version seines Betriebssystems zu entwickeln. Die endgültige Entscheidung von Richterin Kollar-Kotelly zu beiden Verfahrensteilen steht noch aus.*(
pte)
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