Die 3D-Animations- und Modellierungs-Software Blender des in Konkurs gegangenen niederländischen Softwareunternehmens Not a Number (NaN) soll als Open-Source-Projekt weiter entwickelt werden. Die gemeinnützige Blender-Foundation, die von interessierten Entwicklern gegründet wurde, soll die weitere Organisation übernehmen. Die Foundation sowie die Aktionäre des Unternehmens haben bisher eine vorläufige Einigung erzielt. Der endgültige Vertrag soll am 12. Juli unterzeichnet werden. Die Versuche für einen Neustart von Blender gehen von Ton Rosendaal aus, einem der ursprünglichen Gründer von NaN.
Nach dem Übereinkommen soll der gesamte vorhandene Source-Code unter der GNU GPL (General Public License) oder einer ähnlichen Regelung veröffentlicht werden. Im Gegenzug verpflichtet sich die Foundation, eine Einstiegsgebühr von 100.000 Euro an das Unternehmen zu zahlen. Daneben will die Foundation die Webseite für Blender übernehmen und den Webshop wiedereröffnen. Die NaN Holding kann dafür wieder ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen, um neue Technologien zu entwickeln oder besondere Services anzubieten.
Die Blender Foundation will den Aktionären von NaN den Deal vor allem als Sicherung ihrer Investitionen schmackhaft machen. Die benötigten 100.000 Euro will die Organisation über Spenden und den Webshop aufbringen. (pte)
Links zum Thema: