Ein Aufschwung in der IT-Branche lässt weiter auf sich warten. Nachdem der Softwareriese Oracle ein doch respektables Ergebnis geliefert hat, haben hingegen die US-Konzerne Apple und AMD am Dienstagabend ihre Prognosen für das laufende Quartal gesenkt. Sie verwiesen zur Begründung auf die schwache Nachfrage auf dem Computermarkt, die sich Ende Mai und Anfang Juni weiter verschlechtert habe, berichtet ddp. Die Aktien von AMD verloren im nachbörslichen Handel 20 Prozent, Apple büßte rund elf Prozent ein.
Der Computer- und Softwarehersteller Apple teilte mit, für das im Juni endende dritte Quartal des Geschäftsjahres lediglich einen Gewinn von 0,08 bis 0,10 Dollar je Aktie zu erwarten. Bislang ging das Unternehmen von einem Ergebnis von 0,11 Dollar aus. Deutlich stärker senkte Apple seine Umsatzprognose: Statt bislang 1,6 Mrd. Dollar rechnet das Unternehmen mit Erlösen von 1,4 bis 1,45 Mrd. Dollar. "Als eines der wenigen IT-Unternehmen, das derzeit noch Gewinne schreibt, bleiben wir sehr optimistisch, auch langfristig ein solides Wachstum zu erreichen", zeigte sich Apple-Chef Steve Jobs trotzdem optimistisch.
AMD, hinter Intel der weltweit zweitgrößte Prozessorhersteller für PC, trifft die Absatzschwäche noch härter. Wegen der insbesondere in Nordamerika und Europa schwachen Entwicklung des PC-Marktes werde der Umsatz im zweiten Quartal nur zwischen 620 und 700 Mio. Dollar liegen, teilte AMD mit. Im April hatte AMD noch Erlöse von 820 bis 900 Mio. Dollar angekündigt. Wegen der geringeren Umsätze erwarte AMD einen "deutlichen" operativen Verlust im zweiten Quartal. Noch im Februar hatte das Unternehmen im zweiten Quartal eine Rückkehr in die Gewinnzone prognostiziert. (pte)
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