ich bin sicherlich kein Linux-Fan, aber dem auch nicht abgeneigt. Ich sah bisher nur für mich keine Vorteile in Linux gegenüber Windows. Nachdem meine letzte eiegen Linux-Erfahrung mit Mandrake 9.1 schon ein bissel her ist, habe ich mich heute mal an Kubuntu 5.10 probiert. Ich will hier in dem Thread so nach und nach meine Erfahrungen mit dem OS zeigen und vor allem die Probleme, die sich auftun. Ich bitte darum, daß das hier kein Flamewar wird oder ähnliches! Wer mir natürlich helfen mag, ist gerne eingeladen, die Ubuntu-Foren lese ich aber selbst schon durch. *g*
Download:
- Der Download war ein Grund mich für Kubuntu zu entscheiden. Scheinbar meinen andere Hersteller, daß man ein OS nicht auf einer CD unterbringen kann. Naja, das ISO war schnell gebrannt...
Installation:
- Die Installation geht relativ unkompliziert von der Hand. Man wählt die Sprache und es geht schon los.
- Es gibt keine Paketauswahl, was ich persönlich gut finde. Bei Mandrake wurde ich mit Auswahlmöglichkeiten erschlagen und ich frage mich bis heute, wozu man 7 (ich hab's gezählt!) Texteditoren braucht, die eh alle (fast) das gleiche machen?!
- Die Partitionierung geht auch relativ einfach, wenn man vorher schon ne Partition übrig hat. Falls nicht, sollte man schon wissen, was /dev/hda oder (hda0) bedeutet, was man von einem "Neuling" oder HW-Unkundigen nicht erwarten sollte.
- Ich habe mir nur ein Root-Laufwerk eingerichtet, sollte ja reichen... (War natürlich ein Fehler, was ich ziemlich blöd an Linux finde!)
- Mein (nicht vorhandenes) DHCP-Netzwerk wurde auch nicht erkannt, so daß ich die Karte manuell einrichten mußte. Das heißt IP und Subnet eingeben und fertig! Sehr lustig fand ich diesen Satz: "In seltenen Fällen haben Sie keinen Router..." Ah ja, die Umfrage würde ich gerne sehen, die diese Aussage fest macht! *g*
- Deutsch wird leider nicht komplett unterstützt in allen Modulen, aber mein Englisch ist ja auch nicht so schlecht.
- Usernamen kann man leider nur klein eingeben... Frage mich, wieso?!
Erste Benutzung:
- Nach dem Start erstmal die Systeminfos angeschaut. Aha, 970 MB Speicher belegt von 1 GB, weil die HD-Swap mit 760 MB komplett in den Speicher geschrieben wurde... Super kann ich da nur sagen! Na hoffentlich benötige ich nie mehr als die verbleibenden 30 MB...
- Meine Windows-Laufwerke wurden alle brav erkannt und eingebunden. Schade nur, daß ich auf NTFS immer noch nicht zugreifen kann. Das sollte eigentlich ja gehen...
- MP3s sind leider nicht abspielbar in der Konfiguration, immerhin Audio-CDs laufen. (Aber auch nicht mit allen Playern!)
- Bei der Systemeinrichtung fragte er plötzlich nach einem Root-Paßwort. Uh, ich hab doch gar keines eingeben müssen... Naja, "Enter" war es schonmal nicht! Mal mein normales User-Paßwort genommen - geht! Die Frage des Sicherheitskonzeptes ist hier etwas über Bord geworfen.
Internet:
Das ist grundsätzlich mein Lieblingsthema! Bei Mandrake 9.1 hatte ich noch eine ISDN-Teledat-Anlage, die mich zur Verzweiflung getrieben hat. Irgendwann ging es dann so halbwegs, ich mußte es nur nach jedem Neustart neu einrichten... Nun dachte ich mit DSL wird alles einfacher, zumal man ja zwingend einen Inet-Anschluß braucht, wenn man neue Pakete installieren will.
Aber leider falsch gedacht! Als erstes mußte ich die Inet-Einwahl finden, was mir nach einiger Zeit auch gelungen ist. Nun noch einrichten... Puh, äh ja! Wie geht das? Arcor-DSL-Modem erkennt er natürlich nicht. Arcor-CD eingeschoben und im Ordner "Linux" geschaut. Wortlaut: "Suse 7.1 bringt den Treiber schon mit." Das ist schön, hab leider kein Suse. Weiter: "Schauen Sie unter www.adsl4linux.de nach." Ja super, wenn das Inet nicht geht! naja, für irgendwas muß Windows ja gut sein. *g*
Das war es bisher, jetzt versuche ich also erstmal Inet zu einzurichten, damit ich nicht immer nach Windows wechseln muß, um Sachen zu installieren. Danach schauen wir mal, ob ich es schaffe Firefox und einen C++-Compiler (Irgendwelche Empfehlungen zum IDE?) zu installieren, was eigentlich der einzige Grund war, warum ich Linux mal wieder installiert habe.
deinen bericht verfolge ich jetzt mit großem interesse. ich habe zur zeit parallel zu win xp das ubuntu 5.04 installiert und war eigentlich ganz angenehm überrascht von der doch recht einfachen installation .
negative erfahrungen mit dem internet hatte ich auch schon. zu zeiten als ich noch eine telecom teledat usb box hatte, habe ich mir mal knoppix installiert und wäre auch fast daran verzweifelt......
heute habe ich eine fritz dsl box und habe hier bei ubuntu keine probleme. hat alles sofort geklappt.
@Dee hast Dir gleich die 64bit Variante installiert?
Zu Netzwerk das funktioniert mit ppoeconfig in der Konsole einwandfrei:
Hier entsprechendes Wiki: http://wiki.ubuntuusers.de/DSL
Denke mir am besten auch das Wiki erst einmal ein wenig beackern, da ist genug Lese und Wissensstoff vereint.
Schön das es erst einmal alles "Out of the Box" erkannt wurde.
Übrigends ist mir die "Verspielt und Überladenheit" von KDE ein Grund Gnome oder Icewm zu nutzen, der letzte macht vorallem wegen seiner Geschwindigkeit Spass.
Während sich Gnome und Kde wohl nicht viel nehmen.
Ansonsten hatte ich Dir schon gesagt mittels Autiomatiks, fehlende Codecs und Player nachzuinstallieren.
Ntfs ist klar, experimentell, Sudo ist in meinen Augen besser als reines Rootkonzept allerdings ein wenig gewöhnugsbedürftig, stelle es bitte nicht auf root um, dadurch würdest Du es erst "unsicher" machen, machbar ist es.
Ja was sonst noch, welches Dateisystem nutzt Du , Home Partition ist schon mal immer gut wenn man die sich mit einrichtet, aber zum testen spielen und probieren ist die vorgeschlagene Lösung erst einmal okay, Sprache das solltest Du mittels Synaptic unter Suchen-Language die meta packete für gnome und kde jeweils nachinstallieren damit Du alle Anwendungen dann auch in deutsch hast, ebenso i18n die Internationalisierung der Sprache.
Gut an Editoren kannst Du Dir den Deiner Wahl installieren und an anderer Software natürlich auch was Du möchtest, gute Seite www.tuxfutter.de
So, DSL wurde mit der Hilfe von (Andy1 und) Elyps-Handbuch eingerichtet und war in 5 Sekunden betriebsbereit. Muß mir nur noch was installieren, was mir anzeigt, daß ich im Netz bin. Auch wenn ich DSL habe, wäre es schön, sowas zu wissen.
Mit AUTOMATIKS konnte ich dann auch Firefox und einige andere Sachen leicht nachinstallieren.
Grade wege der Verspieltheit und des Windows-ähnlichen Looks tendiere ich zu KDE. Im Elyps-Handbuch stand relativ am Anfang sowas wie: "Wer mit Linux arbeitet, wird im Gegensatz zu Windows auch auf die Hardware blicken." Ist die Frage, ob ich das überhaupt will?! - Eigentlich nicht!
Daß ich nicht mit "root" arbeite ist klar, mache ich unter Windows ja auch nicht! Aber daß das gleiche Paßwort dafür benutzt wird, fand ich etwas seltsam.
Wegen Dateisystem: Also soweit ich weiß, sollte NTFS lesend absolut kein Problem sein, NTFS schreibend experimentell, solange die Dateigröße gleich bleibt und für den nächsten Kernel war angekündigt, daß NTFS komplett unterstützt wird. Es wundert mich daher, daß ich nicht drauf zugreifen kann.
Dann begebe ich mich mal auf die Suche nach nem neuen Dateimanager (Konquerer ist mir zu Explorer-unähnlich. *g*) und ner IDE für C++... Und Wine werd ich auch gleich mal testen!
So, back in Windows-World... *freu* nach einer Stunde Linux habe ich erst einmal frustiert zurück zu Windows gewechselt!
Was mir bisher noch gefallen hat:
- Aptget ist eine sehr schöne Möglichkeit Sachen zu installieren, wenn man weiß, wie sie heißen. Läßt sich fast mit den exe-Dateien unter Windows vergleichen.
Was mir nicht gefällt:
- Das Menüsystem, wo sich installierte Programme eintragen, ist etwas gewöhnungsbedüftigt. Wine bzw. XWine trägt sich zum Beispiel nirgends ein. Zumindest habe ich es nicht gefunden... (Ist aber auch egal, startet die Exe eh nicht, die es ausführen sollte!)
- Ne ordentliche Programmierumgebung ist schwer zu finden, scheint mir. Anjuta gängt sich ständig auf und KDevelop will mein Projekt nicht "machen". Außerdem kompilieren dort wxWidget-Sachen nicht, obwohl ich es installiert habe. Hab auch nirgends ne Option gefunden, wo ich Includes oder Libraries hinzufügen könnte. (Neben dem Umstand, daß ich erstmal umständlch auf der HD suchen mußte, wo wxWidget nun eigentlich gelandet ist!)
- (In meinen Augen) Gute Dateimanager sind schwer bis gar nicht zufinden. Nutze jetzt erstmal XFE, der hat aber auch so seine Macken, was die Übersetzung und Fenster angeht. Aber besser als nix..
Naja, vielleicht habe ich später noch etwas Lust zu basteln... Derzeit nehm ich lieber Windows, da läuft das wenigstens!
Gut das mit den Windowspedants ist klar.
Zum auflösen der Abhängigkeiten ist es besser per Konsole (sudo) mittels aptitude (hier wird aufgelöst) zu installieren.
Das mit den Menüs wird sich erst in der nächsten Version richtig ändern, ist auch ein Manko bisher, allerdings lassen sich alle Programme eintragen, ist aber ein anderes Thema.
Was mir dagegen nicht gefällt keine Kernel-headers und gcc mit installiert und soche Sachen wie Automake,Autoconf,Debconf und anderes.
Was benutzt Du nun 32bit oder 64bit?
Übrigends war am Anfang bei mir auch so aller paar Stunden mit Windows booten, was nach und nach immer weniger wurde, da ich ja wie ich schon geschrieben hatte für Windows und diesen Rechner keine Lizenz habe, blieb mir einfach nichts anderes übrig. Ausserdem ist es wie ein "Infekt" mir sagt es zu und ist bis auf ein paar Sachen bei denen ich mir sehnlich ein Windows wünsche, gut.
z.B. Videobearbeitung, umwandeln von Formaten und dann brennen, ist ein, gelinde gesagt "Grauen", nicht das es nicht geht, das schon, aber aufgrund der Kontrolle lernt man alles neu, bei Windows wußte ich welches Programm welche Einstellung und wußte wie das Ergebniss wird.
Was unter Linux erst einmal wieder ein Lernen angesagt ist.
Bin nur froh das ich wenigstens die ganzen Videogrundlagen mit den Formaten mittlerweile habe, damit noch anfangen kann immer leicht "Überfordern".
Achso Nautilus (Dateimanager) unter Gnome ist auch ein Grund warum ich Gnome benutze.
Was noch sehr hilfreich ist, auc wenn viel davor warnen, über Synaptic sollte man sich gdeb (kdeb?) nachinstallieren, mit diesem Teil kann man grafisch gleich .deb Packete selbst installieren.
Freut mich aber erst einmal das es nicht gleich wieder von der Platte gefegt wurde.
In meinen Augen ergänzen sich beide Systeme WinXP und Ubuntu vorzuglich, was das eine nicht kann, kann das andere.
Also Automake und Autoconf mußte ich gesondert nachinstallieren, weil das z.B. der erste Compiler beim Compilieren bemängelte!
Ich nutze die 32bit-Version... Ehrlich gesagt, ist mir die Version relativ wurscht, 64bit wird nicht viel anders aussehen und arbeiten.
Naja, ich werde mich jetzt mal an Eclipse versuchen und schauen, ob ich mein Prog kompiliert bekomme. (Und nur weil ich sehen will, die das unter Linux aussieht... Sowas! *g*)
Nachteil beim ständigen Wechseln zwischen den OS finde ich, daß ich bei Linux nicht alles einrichten kann (Email z.B.) weil mir dann unter Windows dann wieder die Mails fehlen, die ich in Linux abgerufen habe. Ganz zu Linux wechseln werde ich wohl nie... Dient mir derzeit wirklich nur als Bastelform und (größere) Programmierumgebung!
Das mit den Mails habe ich gelöst indem ich auf einem Rechner im Netzwerk bei mir dies zentral abrufe, hoch lebe W2K Server.
Das ist der Nachteil das man doch noch relativ viel nachinstallieren muss, gut ob es Nachteil ist sei dahingestellt, manche werden bestimmte Sachen nie brauchen und können wenn sie es wollen eben nachinstallieren.
Nein aus Erfahrungsberichten heraus habe ich von ein paar Fehlern bei der 64bit Variante gelesen.
Also was Linux und Sicherheit (Virenscanner,Firewall) anbelangt da benötigt man halt eben nichts, bzw. geht hier keine Leistung des Rechners verloren.
Ansonsten ich lerne, lerne, lerne und sterbe nicht dumm.
Wenn Du Fragen hast einfach her damit werde versuchen es zu lösen.
Vll. könntes noch wenn Du eine Weile mit gearbeitet hast ein kleines Fazit schreiben, Installation-Einrichtung-Benutzung so in etwa.
Falls Dir was fehlt dann per PN.
Naja, ich habe nur einen Rechner... Das ist quasi mein Netzwerk!
Hat sich aber wohl eh erledigt, hab mir eben Linux wohl zerstört. Geht ja hübsch einfach das ganze... Ok, konnte es retten! Aber das man den Paketmanager so leicht zum Absturz bringt, ist ja schon fast fahrlässig!
Ach, Andy1, kannst mich auch gern in ICQ ansprechen. Bekomme es in Kopete leider nicht hin, dich zu adden!
Edit: Puh, also das mit dem Eclipse-Update, kann ja von Haus aus nur Java, ist auch so ne Sache. Hab es jetzt das dritte mal am Laufen und bin gespannt, wie weit er kommt. Ist natürlich auch ziemlich idiotisch, wenn ich als Benutzer keine Rechte im Programme-Ordner habe zu schreiben, das mir aber auch erst nach dem Download von schätzungsweise 30 MB mitgeteilt wird.
Was mir grad negativ aufgefallen ist: Deinstalliert man im Paketmanager etwas, so kann es passieren, daß andere Dinge gleich mit deinstalliert werden, auch wenn man das nicht will. Wollte Mozilla deinstallieren und da flog Eclipse gleich mit... Lustigerweise lief ja grad das oben erwähnte Update! Naja, Eclipse schnell wieder installiert und was passiert? Ich hab wieder Mozilla am Bein... Das ist mir auch schon bei Mandrake negativ aufgefallen!
Und mit Eclipse komm ich auch nicht klar. Mag ja sein, daß ich von Dev-C++ verwöhnt bin, aber nicht mal nen Knopf findet man, um Dateien zum Projekt hinzu zu fügen. Ach, für heute geb ich es auf. Das macht einfach keinen Spaß...